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Mit dem Mountainbike auf Gipfeltour

Der 162 Kilometer lange "Stoneman Miriquidi" verbindet Sachsen und Böhmen auf einem neuen Rundkurs. Der Lizenz- geber aus Südtirol schwärmt vom Erzgebirge.

Von Eva Marie Stegmann
erschienen am 26.05.2014

Oberwiesenthal. Die Erzgebirgsregion zwischen Annaberg-Buchholz und Johanngeorgenstadt hat eine neue Attraktion für sportliche Touristen: Am Samstag wurde auf dem Fichtelberg die 162 Kilometer lange Rundstrecke "Stoneman Miriquidi" eröffnet. Wer sie bewältigt, kann von sich sagen, dass er neun der höchsten Gipfel des sächsisch-böhmischen Erzgebirges mit insgesamt 4400 Höhenmetern überwunden hat: Fichtelberg, Bärenstein, Pöhlberg, Scheibenberg, Rabenberg und Auersberg auf deutscher Seite, Plattenberg (Blatenský vrch), Pleßberg (Plešivec) und Keilberg (Klínovec) auf tschechischer Seite. Mit einem Stempelarmband werden innerhalb von einem, zwei oder drei Tagen die Berge angefahren. Je nachdem, wie lange man braucht, bekommt man am Ende eine Trophäe in Gold, Silber oder Bronze.

Unter dem Beifall von Schaulustigen startete Samstagmittag das erste Dutzend Stoneman-Anwärter auf dem 1215 Meter hohen Fichtelberg gen Bärenstein. Etwa 300 Zuschauer waren zum Eröffnungs-Festakt vor das Fichtelberghaus gekommen. Dort gab es Stände verschiedener Bike-Firmen, der Tourismusverband Erzgebirge präsentierte sich. Und vor Ort war auch der Ideengeber:
Roland Stauder aus Südtirol.

Sieben Mal gewann der ehemalige Profi-Mountainbiker den Dolomitenmann, der als härtester Staffelwettbewerb der Welt gilt. Er ist in der Mountainbike-Gemeinde ein Star. Stauder hat in seiner Heimat Südtirol in den Sextner Dolomiten die erste Stoneman-Strecke erschaffen. Der Stoneman Miriquidi, benannt nach der mittelalterlichen Bezeichnung für den erzgebirgischen Urwald, ist die zweite. Pro Land vergibt Stauder nur eine Lizenz. Dass es in Deutschland das Erzgebirge wurde, begründete er mit der "einzigartigen Landschaft". Die Region hatte sich gegen drei Mitbewerber, den Schwarzwald, das Chiemgau und Garmisch-Partenkirchen, durchgesetzt. Zur Motivation für das Stoneman-Projekt sagte Stauder: "Ich will den Bikern das Gefühl zurückgeben, um das es für mich beim Fahren eigentlich geht: das Naturerlebnis. Nicht die Technik oder die Schnelligkeit." Die werden beim Stoneman natürlich auch herausgefordert, für Untrainierte ist der Kurs eher nicht geeignet. Die entsprechende Kondition bringt der Mountainbiker Sebastian Stark aus Zwönitz mit. "Ich kenne die Strecke bisher nur auf deutscher Seite. Für mich ist die Grenzverbindung zu Tschechien das Besondere", sagte der 27-Jährige während der Eröffnungsfeier.

Der Tourismusverband Erzgebirge hofft, dass mit der Rundstrecke viele Besucher in die Gegend kommen. Er hat mit elf Hotels und Herbergen eine Partnerschaft abgeschlossen. Entlang der Strecke können bei ihnen auch die Starterpakete inklusive Stempelband, Rucksack, Getränken und Meldeformularen gekauft werden. "Ich denke, dass es langfristig für den Tourismus und das Image des Erzgebirges ein Erfolg wird", sagte Holger Hascheck, Bürgermeister von Johanngeorgenstadt. Veronika Hiebl, Geschäftsführerin des Tourismusverbands, war ebenfalls zuversichtlich: "Das Bürger- und Berggasthaus Scheibenberg hat zum Beispiel schon viele Anfragen." 

» www.stonemanmiriquidi.com

 
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