Die Polizeitauchergruppe Sachsen war am Montag in und an der Zschopau im Einsatz. Gesucht wurden Spuren, die möglicherweise die Täter der Friedhofsschändung am ersten Adventswochenende hinterlassen haben.
Foto: Fabian Mattern
Polizeitaucher suchen Spuren im Fluss
Fünf Beamte waren im Auftrag der Ermittlungsgruppe "Friedhof" am Wehr an der Zschopau im Einsatz
Zschopau . Zwei große Laster mit der Aufschrift "Tauchergruppe" haben am Montagvormittag am Ufer der Zschopau unweit der Kläranlagen der Abwasserzweckverbandes Station gemacht. Doch es waren keine Sport-, sondern Polizeitaucher, und es ist auch keine Übung gewesen. Die fünf Taucher der Polizeitauchergruppe Sachsen, die zum Präsidium der Bereitschaftspolizei in Leipzig gehören, waren im Auftrag der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge im Einsatz.
Rettungsfahrzeug immer dabei
Am ersten Adventswochenende hatten in der Nacht vom Samstag zu Sonntag Unbekannte auf den Friedhöfen in Zschopau und Krumhermersdorf 270 Grabsteine mit einer teerhaltigen Substanz beschmiert. Seitdem arbeitet eine Ermittlergruppe an der Aufklärung der Straftat. "Wir suchen Spuren, die der oder die Täter in der Zschopau hinterlassen haben können", sagte vor Ort ein Mitglied der Soko "Friedhof".
Gegen 11 Uhr hat die Tauchergruppe der Polizei das Schlauchboot einsatzbereit gemacht und mit dem Außenbordmotor versehen. Die ersten Männer setzten an das andere Ufer über, prüften dabei Wassertiefe und Strömungsgeschwindigkeit. Da an der Stelle, an der aufgrund von Indizien und Hinweisen Spuren vermutet werden, nur ein schmaler Pfad am Flussufer entlangführt, standen die Tauchbasis- und der Tauchgerätewagen auf der anderen Seite. "Jeder Einsatz ist anders und wird gut vorbereitet. Das beginnt bereits, bevor wir den Zielort anfahren", erläuterte Polizeioberkommissar Dieter Trischler. Dazu gehört die Begleitung durch den Tauchrettungssanitäter, Polizeihauptmeister Sven Michel, der mit dem Rettungsfahrzeug bei den Taucher ständig mit vor Ort ist.