Vorsorglich rückten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zur Humboldtschule aus. Vorsorglich rückten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zur Humboldtschule aus.

Foto: Heiko Richter

Verdächtiges Pulver an Zwickauer Humboldtschule gefunden

Lehrerin wird vorsorglich untersucht - Polizei geht von Drogen aus

Zwickau. Ein Tüchtchen mit einer kristallinen Substanz ist am Montagvormittag an der Zwickauer Humboldtschule gefunden worden. Wie die Polizei bestätigte, rückten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zu der Mittelschule in der Innenstadt aus. Die Polizei ging zunächst davon aus, dass es sich bei der Substanz um Amphetamine handelt. Ein Vortest verlief jedoch negativ. Nun soll der Fund am Kriminaltechnischen Institut des Landeskriminalamts Sachsen untersucht werden. Dabei sei zu prüfen, ob es sich um ein bei Rauschgiften oftmals verwendetes Streckmittel handelt, so die Polizei.

Krankheitssymptome traten den Angaben zufolge keine auf. Die Lehrerin, die das Pulver fand, wurde vorsorglich ärztlich betreut.

Offen ist laut einem Polizeisprecher auch, ob die Substanz im Schulgebäude verloren oder gezielt platziert worden ist. Die Ermittlungen dauern an. Der Schulbetrieb war nicht beeinträchtigt.

Bereits im Juli hatten in der Region zwei ähnliche Fälle, in denen verdächtige Substanzen entdeckt worden waren, für Schlagzeilen gesorgt. So hatte ein 18-Jähriger Post mit weißem Pulver erhalten - versehen mit der Warnung "Sie haben sich soeben mit Anthrax infiziert". Mit dem Umschlag war er aufs Polizeirevier nach Wilkau-Haßlau gegangen, woraufhin das Gebäude evakuiert wurde und man Beamte, die mit dem Umschlag in Berührung gekommen waren, untersuchte. Der Inhalt erwies sich am Ende als ebenso harmlos wie ein Brief, den ein Eppendorfer ebenfalls im Juli erhielt. Auch hier warnte der Absender vor Milzbrand - Untersuchungen schlossen das jedoch aus. (fp)

 
erschienen am 24.09.2012
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