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Der Aufsteiger landet seinen ersten Sieg
Merkur Oelsnitz hat den ersten Sieg in der Fußball-Landesliga gelandet
Eilenburg. Nach 40 verhaltenen Minuten verwandelten die Oelsnitzer mit zwei Toren innerhalb fünf Minuten einen 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung. Mit diesem Selbstvertrauen im Rücken dominierten die Vogtländer mit einem starken Auftritt in der zweiten Hälfte beim früheren Oberligisten und feierten verdient die ersten Zähler in der neuen Spielklasse.
Zunächst aber sah es für die anfangs mit viel Respekt aufgelaufenen Vogtländer nicht gut aus. Merkur-Keeper Grötzsch konnte zwar gegen Blümel noch mit dem Fuß abwehren (5.), doch drei Minuten später musste der Schlussmann den Ball aus dem Netz holen. Plätzschs Schuss wurde von Weigl unglücklich abgefälscht und rutschte in die Maschen. Danach konnte es den 13 mitgereisten Merkur-Anhängern angst und bange werden. Gorschinek rettete vor der Linie (17.), ein Treffer von Blümel wurde wegen Abseits aberkannt (21.).
Kurz vor dem Pausenpfiff des guten Schiedsrichters Lößnitz zeigten die Gäste Effektivität nach dem Motto: Zwei Angriffe - zwei Tore. Beim ersten durchdachten Oelsnitzer Spielzug der Partie flankte Weigl, Hofmann drosch das Leder zu Merkurs erstem Landesligatreffer ins Tor. Dann bekamen die Eilenburger die Kugel nach einer Gorschinek-Ecke nicht weg, bis der nach innen gelaufene Ex-Auerbacher den Ball zu Merkurs 2:1-Pausenführung im Kasten versenkte.
Mit breiter Brust kamen die Vogtländer aus der Kabine. Sie hatten das 3:1 auf dem Fuß, doch Hofmann wurde beim Solo zu weit abgetrieben, Weigl Nachschuss konnte FC-Torwart Kotzbau gerade noch abfangen (56.). Dann kassierte Oelsnitz nach einem schlimmen Aussetzer in der Hintermannschaft den Ausgleich. Gorschinek hatte zunächst auf der Linie geklärt, doch niemand fühlte sich für den erneut in den Strafraum fliegenden Ball zuständig. Während Merkur auf Abseits spekulierte, nutzte Eilenburgs Winkler das Geschenk zum 2:2.
Oelsnitz ließ sich davon aber nicht aus der Bahn werfen. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich schickte Beck Weigl in die Spur, der die Kugel seinem Stürmer Hirsch perfekt zur 3:2-Führung auf den Kopf servierte. Während die nun völlig konsternierten Gastgeber sich selbst schwächten (Plätzsch sah wegen Ballwegschlagens die Ampelkarte, 72.), wollte Merkur mehr. Und erkämpfte es sich auch. Neuzugang Matthes zog Richtung Tor und traf mit einem platzierten Flachschuss, der direkt neben dem Innenpfosten einschlug, zum 4:2. In der 88. Minute hatte Hofmann die Entscheidung auf dem Fuß, scheiterte aber, mutterseelenallein auf das Gehäuse zulaufend, am Torwart. Bestraft wurde Oelsnitz nur noch mit dem 3:4-Anschlusstreffer, den Drabon in der Nachspielzeit aus Nahdistanz erzielte und damit Horst Rössel die Show stahl. Der sonst für Merkur pfeifende Schiedsrichter, der an diesem Tag den Reisebus der Sperken steuerte, hatte zuvor auf einen Oelsnitzer 4:2-Sieg gewettet.
Statistik
Oelsnitz: Grötzsch - Stumpe (74. Herrmann), Gorschinek, Winkler, Müller, Beck, Weigl, Schaller, Matthes (88. Heischkel), Hofmann, Hirsch (83. Göbel). Tore: 1:0 Plätzsch (8.), 1:1 Hofmann (40.), 1:2 Gorschinek (45.), 2:2 Winkler (66.), 2:3 Hirsch (71.), 2:4 Matthes (76.), 3:4 Drabon (90.). Schiedsrichter: Lößnitz (Chemnitz). Zuschauer: 198.