Eispiraten kämpfen um den Klassenerhalt
Am Dienstag beginnt Abstiegsrunde der 2. Bundesliga - Verlieren Eispiraten, droht Fall ins Bodenlose
Crimmitschau. Eine ganze Region drückt dem Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau die Daumen: Die Mannschaft von Trainer Wayne Hynes muss ab Dienstag in den Play-Downs um den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga kämpfen. Fest steht: Nachdem Fußball-Oberligist FSV Zwickau einen Insolvenzantrag einreichen musste, versucht ein weiterer Traditionsverein den sportlichen Absturz zu verhindern.
Durch die anstehende Umstrukturierung im deutschen Eishockey droht den Eispiraten beim Abstieg der Fall ins Bodenlose. Dann würden die Kufencracks aus Crimmitschau in der Regionalliga nur noch unter Amateurbedingungen weiterspielen. Die Gegnerschaft heißt dann nicht mehr München und Schwenningen, sondern Schönheide und Jonsdorf.
In den Abstiegsduellen zwischen Crimmitschau und Hannover erwarten Experten Spannung und Dramatik. Es treffen zwei Teams auf Augenhöhe aufeinander. Dazu kommt, dass in diesem Duell die beiden Mannschaften mit den meisten Strafminuten der Hauptrunde um die Existenz kämpfen. Dabei wird mit Spannung der Auftritt von Hannovers Trainer Joe West erwartet, der in der Vergangenheit immer wieder durch Eskapaden und Strafen aufgefallen ist. "Diese Auftritte leistet er sich meistens dann, wenn es bei seinem Team nicht läuft. Wir hoffen also auf viele Einlagen von Joe West", sagt Eispiraten-Trainer Wayne Hynes.
Unverzichtbar ist die Unterstützung von den Zuschauerrängen. Die ersten beiden Hauptrundenpartien zwischen den beiden Klubs im Sahnpark haben jeweils mehr als 3200 Zuschauer verfolgt. Das Fassungsvermögen im Kunsteisstadion ist wegen der laufenden Bauarbeiten auf 4000 Fans begrenzt. Erst nach dem Dienstag-Duell wollen die Eispiraten entscheiden, ob sie für die Partie am 21. März einen Antrag auf Erhöhung der Zuschauerkapazität einreichen. "Wir brauchen im Abstiegskampf die bedingungslose Unterstützung der Fans. Vor allem in schwierigen Situationen werden sie zum Zünglein an der Waage ", so Kapitän Kevin Saurette.