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Aues Clemens Fandrich will anders als vor zwei Jahren den Klassenerhalt schaffen.

Foto: Sonntag/Picure Point

Fandrich: Düsseldorf hat mehr Druck

Der FC Erzgebirge tritt am Sonntag in Düsseldorf an. Clemens Fandrich und Co. reicht ein Remis zum Klassenerhalt. Sein Trainer sprach gestern aber lieber über die Ergebnisse der Konkurrenz.

Von Sebastian Siebertz
erschienen am 20.05.2017

Aue. Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, Temperaturen über der 20-Grad-Marke - es klang fast nach Urlaub, als Helge Leonhardt gestern unweit des Erzgebirgsstadions erklärte: "Die Situation ist so klar wie ein Bergsee in den Dolomiten." Der Präsident des FC Erzgebirge Aue meinte jedoch nicht seine Sommerplanung, sondern die Auswärtsreise des Zweitligisten zu Fortuna Düsseldorf am letzten Spieltag.

Verlieren die Veilchen, könnten sie noch auf Relegationsrang 16 abrutschen, das Gleiche gilt für die Gastgeber. Mit einem Unentschieden wäre Rheinländern und Erzgebirgern der Klassenerhalt nicht mehr zu nehmen. Angesprochen auf einen Nichtangriffspakt schickte Leonhardt seinem Vergleich mit der italienischen Bergidylle eine klare Ansage hinterher. "Wir spielen unser Spiel, Düsseldorf ihres. Wir verlassen uns auf niemanden, müssen selbst einfach nur über die Ziellinie gehen", sagte der Vereinsboss. Auch Clemens Fandrich ließ an der Herangehensweise morgen (15.30 Uhr Sky) keine Zweifel aufkommen. "Wir spielen auf drei Punkte - im Endeffekt sicherst du so auch ein Remis ab. Wir dürfen eben auf keinen Fall verlieren", so der Mittelfeldspieler.

Vor zwei Jahren hatte der 26-Jährige den Abstieg des FC Erzgebirge nach dem 2:2 in Heidenheim miterlebt. "Das war in meiner Karriere ein Highlight im negativen Sinne", erinnerte sich Fandrich gestern. Er hatte am 24. Mai 2015 versucht, mit einem Sieg in Baden-Württemberg das Ruder im Saisonfinale herumzureißen. "Es hat diesmal nicht diesen Endspielcharakter wie in Heidenheim", verglich Fandrich. "Die Ausgangssituation ist nun viel besser. Damals mussten wir gewinnen. Da war echt enorm Druck da."

Nun stehe Fortuna mehr unter Druck als man selbst, erklärte Fandrich: "Sie mussten erst am Ende den Schalter auf Abstiegskampf umlegen. Das ist schwerer als in unserem Fall. Wir kämpfen von Saisonbeginn an gegen den Abstieg."

FCE-Trainer Tedesco stellte gestern noch einmal klar, dass er und die Mannschaft sich nicht auf das Ergebnis, sondern die Aufgaben auf dem Rasen fokussieren sollen. Auch Zwischenstände von anderen Plätzen will der Coach "definitiv nicht" wissen. "Das würde die Spannung nur in eine andere Richtung lenken, wir brauchen die Energie komplett in Düsseldorf", sagte Tedesco - und sagte die Ergebnisse der Teams voraus, die an seiner Mannschaft noch vorbeiziehen könnten. "1860 München wird 3:0 gewinnen, Bielefeld 5:0 und K'lautern 6:0. Alles andere würde mich überraschen", meinte er und konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. (sesi)

 
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