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Keeper Johannes Brinkies rettete dem FSV so manchen Punkt.

Foto: PICTURE POINT

FSV Zwickau: Pokalgeld würde in die neue Mannschaft fließen

Die Chance auf Platz vier, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt, will Zwickau morgen nutzen und Duisburg die Aufstiegsparty vermiesen. Mithelfen muss aber auch ein Kumpel von FSV- Trainer Torsten Ziegner.

Von Thomas Prenzel
erschienen am 19.05.2017

Zwickau. Der Sonderzug nach Duisburg ist mit über 600 Fans des FSV Zwickau ausgebucht. Grund zum Feiern gibt es für alle, egal, wie die finale Partie der 3. Fußball-Liga zwischen dem frischgebackenen Aufsteiger und dem feststehenden Nichtabsteiger endet. Den "Zebras" glückte vergangenes Wochenende in Köln die sofortige Rückkehr in die 2. Liga. Das soll in der rund 30.000 Zuschauer fassenden Schauinsland-Reisen-Arena mit den eigenen Fans gebührend begossen werden. Eine Niederlage würde da nicht sonderlich gut zu Jubelarien passen. Das weiß Zwickaus Morris Schröter. Der Rechtsverteidiger sagt aber auch: "Wir wollen nicht nochmal wie in Münster ein willkommener Gast bei einer Fete sein." Ende April beging der SC Preußen seinen 111. Geburtstag, der FSV stand beim 1:5 Pate.

Glaubt man Schröters Worten, sind alle Spieler - egal, ob sie den Verein danach verlassen oder bleiben - gewillt, die noch vorhandene Chance auf Platz vier beim Schopfe zu packen. Die dann automatische Teilnahme an der ersten DFB-Pokalrunde und rund 150.000 Euro Einnahmen seien ein "zusätzlicher Reiz", meint Schröter und erinnert an "großen Sport" zu Saisonbeginn, als sich der Hamburger SV mit 1:0 in Zwickau mühevoll durchsetzte.

Für Platz vier müssen aber auch noch Magdeburg und Lotte mitspielen. Mit Lotte-Coach Ismail Atalan büffelte Zwickaus Trainer Torsten Ziegner bis vor kurzem noch bei der Ausbildung zum Fußballlehrer in Hennef. Lotte müsste gewinnen, da der FSV mit zwei Punkten Rückstand und dem deutlich schlechteren Torverhältnis (-3) gegenüber dem 1. FCM (+15) zurückliegt. "Wir wissen, dass es ganz schwer wird, aber wir werden es mutig angehen", sagt Ziegner. Magdeburg klammert sich an den Strohhalm, über die Relegation (Platz drei) noch aufzusteigen, muss aber auf einen Ausrutscher von Regensburg (in Münster) hoffen. Rang vier hätte für die Magdeburger nur dann eine Relevanz, wenn sie ihr Landespokalfinale am Männertag bei Germania Halberstadt vergeigen sollten.

Das alles steht nicht in der Macht des FSV Zwickau. Sollte es aber tatsächlich noch zu Rang vier reichen, werden die rund 150.000 Euro in die neue Mannschaft investiert. "Wir nehmen das Geld nicht, um irgendwelche Löcher zu stopfen", versichert Ziegner. Immerhin muss der FSV für die Lizenz in der kommenden Saison nacharbeiten. Klar ist, dass der Trainer für die neue Spielzeit fest mit den Leistungsträgern Johannes Brinkies und Patrick Göbel plant, für beide Spieler mit Vertrag bis 2018 aber auch Anfragen anderer Vereine vorliegen. Das bestätigt der Coach: "Ich bin da aber ziemlich unaufgeregt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass nach so einer Rückrunde Spieler von uns interessant werden. Wir schauen uns doch auch bei anderen Klubs um", erklärt Ziegner: "Wenn die Anfragen ernsthafter Natur sind, werden wir uns auch zusammensetzen. Denn wir sind ein Wirtschaftsunternehmen."

Am Sonntag (ab 12 Uhr) beim Fanfest im Zwickauer Stadion sind Brinkies und Göbel in jedem Fall dabei. Ab 15 Uhr rollen dann 26 von 28 Spielern aus dem FSV-Kader vom Hof in Richtung Flughafen mit Ziel Mallorca. Nur der Slowake Martin Juhar und Aykut Öztürk (aus religiösen Gründen dem Alkohol abgeneigt) fehlen im selben Hotel am Ballermann wie vor einem Jahr nach dem Aufstieg. "Wir kennen dort alle Wege", sagt Morris Schröter und grinst voller Vorfreude. Zuvor sind aber nochmal die richtigen Wege auf dem Rasen in Duisburg gefragt.

Voraussichtliche Aufstellung: Brinkies - Schröter, Frick, Wolf, Lange - P. Göbel, Koch, Könnecke, Miatke - König, Nietfeld. Gesperrt: Acquistapace (5. Gelbe); Verletzt: Bönisch, Wachsmuth, Sorge, C. Göbel, Schlicht.

 
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