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Markus Schurig (in Hellblau) landete mit seinen Großhartmannsdorfer Mannschaftskollegen einen ganz wichtigen Heimsieg im Kellerduell gegen den SV Wacker Auerswalde. Nun können die Gastgeber wieder auf den Klassenverbleib hoffen.

Foto: Marcel Schlenkrich

LSV schnappt sich die Punkte

In den letzten Minuten haben die Großhartmannsdorfer Fußballer die Partie gegen Auerswalde gedreht. Die Gäste schluderten mit ihren Torchancen.

Von Joachim Eichler
erschienen am 21.03.2017

Freiberg/Mittweida. Was für ein Ende im Kellerduell der Mittelsachsenklasse zwischen dem LSV Großhartmannsdorf (13./8) und dem SV Wacker Auerswalde (12./16): Da erspielten sich die Gäste mehr als ein Dutzend klarer Einschussmöglichkeiten und mussten trotzdem ohne etwas Zählbares im Gepäck die Heimreise aus dem Erzgebirge antreten. Großhartmannsdorf erhält sich mit dem 2:1 (0:1)-Heimerfolg eine kleine Chance, noch den sicheren 12. Tabellenplatz zu erreichen.

Auch wenn Trainer Kai Werner dann wohl noch einige solcher Spiele wie am Sonntag benötigt. "Wir hatten sehr viel Glück", umschrieb Werner die 90 Minuten. Was sich die Gäste aus Auerswalde an klaren Chancen erspielten, hätte nach Aussage vom Wacker-Fußballchef Stefan Esper für Siege in drei Spielen gereicht. "Selbst aus einem Meter Entfernung konnten unsere Spieler den Ball nicht im Tor unterbringen." Dazu standen Auerswalder Spieler einige Male frei im gegnerischen Strafraum, ohne dabei erfolgreich abzuschließen. "85 Minuten ging das ja auch noch gut, dann wurden wir für unsere Sünden bestraft", sagte Esper. Er vertrat seinen gesperrten Trainer Dirk Winter, der nach einem Innenraumverweis für zwei Spiele nicht auf die Trainerbank darf.

Nach einem Konter gingen die Auerswalder Gäste durch Martin Winter (31.) völlig verdient in Führung, versäumten es aber nachzulegen. Statt 2:0 für Wacker stand es in der 86. Minute plötzlich 1:1. Nach einem klaren Foul im Strafraum an Dominik Oehme zeigte der Sachsenburger Schiedsrichter Steve Nötzold folgerichtig auf den Elfmeterpunkt. Falco Sieber ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf zum Ausgleich. Der Tabellenzwölfte hatte sich von diesem Gegentor noch nicht richtig erholt, da klingelte es zum zweiten Mal im Auerswalder Tor: Nach einer Balleroberung im Mittelfeld wurde die Kugel schnell in die Spitze gespielt. Dort stand Falco Sieber frei am Strafraum und hämmerte das Leder zum 2:1 genau in den oberen rechten Torwinkel.

Auch in den sechs Minuten Nachspielzeit gelang den Gästen kein weiterer Treffer in dieser vom Spielverlauf verrückten Partie. "Jetzt hatten wir einmal das Glück auf unsere Seite, das uns in der Hinrunde gefehlt hat", freute sich Werner über das Drei-Punkte-Geschenk. Das Team wolle nun den Schwung aus dieser Begegnung mit in die nächste Auswärtsaufgabe beim SV Lichtenberg II mitnehmen.

Der letzte LSV-Sieg lag bereits ein halbes Jahr zurück. Am 19. September hatten die Großhartmannsdorfer zuletzt gewonnen, damals mit 2:0 gegen Lunzenau. "So lange soll es bis zum nächsten Dreier nicht wieder dauern", sagte Kai Werner mit einem Augenzwinkern.

Spitzenreiter Fortuna Langenau (1./41) bleibt indes auch nach seinem 15. Saisonauftritt ungeschlagen. Nach dem 3:1 (1:1)-Erfolg gegen Schlusslicht Mühlauer FV (14./7) konnte der Primus den Vorsprung auf die Verfolger sogar ausbauen. Der zweitplatzierte Hainichener FV (2./33) hat nach dem 1:1 (0:1) bei der SG Striegistal seine Anwartschaft auf den zweiten Aufstiegsplatz untermauert. Allerdings ist der SV Mulda (3./27) weiterhin in Lauerstellung und rechnet sich ebenfalls gute Chancen auf den zweiten Tabellenplatz aus.

Die Erzgebirger sind allerdings drei Partien im Rückstand und müssen nun zu Ostern gleich zweimal ran: Am 15. April steht das Auswärtsspiel beim Siebenlehner SV (9./19) auf dem Programm, zwei Tage später erwartet das Team von David Kirsch Fortuna Langenau zum Spitzenspiel. Einen Termin für die ausgefallene Partie gegen den SV Marbach (8./19) gibt es dagegen noch nicht.

 
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