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Marc-Philipp Zimmermann erzielte mit diesem Hechtflugkopfball am Mittwochabend das 3:2 für Auerbach. Es war für den Winterpausen-Neuzugang vom FSV Zwickau der elfte Treffer im elften Spiel im VfB-Trikot.

Foto: Joachim Thoß Bild 1 / 2

Auerbach liefert eine Tor-Gala ab

Der VfB bleibt das Überraschungsteam in der Rückrunde der Fußball-Regionalliga. Das 4:3 am Mittwoch gegen RB II war ein heißer Tanz bei frostigen Temperaturen. Fabian Paradies gab dabei mit den Takt an.

Von Monty Gräßler
erschienen am 21.04.2017

Auerbach. Es sah ulkig aus, als sich Fabian Paradies nach dem Abpfiff immer wieder vor den VfB-Fans auf den Platz hechtete und einen Kopfball andeutete. Die Aktion, mit der "Para" das 3:2 von Marc-Philipp Zimmermann nachstellte, stand für den ausgelassenen Jubel im Auerbacher Lager nach dem 4:3-Erfolg am Mittwochabend gegen RB Leipzig II. Es war nicht nur der siebente Sieg im elften Spiel seit der Winterpause. Es war vor allem ein Erfolg der Moral und der Mentalität, mit dem die VfB-Kicker das Publikum vor allem in den letzten 30 Minuten regelrecht von den Sitzen rissen.

Nach 51 Minuten war nicht nur die Temperatur, sondern auch die Stimmung der 410 Zuschauer im Stadion eher eisig. Nach dem Blitztor von Danny Wild, der eine Flanke von Vaclav Heger per Fallrückzieher verwertete (2.), hatten die Gäste durch Palacios (17.) und Bauer (51.) das Spiel gedreht. "Man hat gesehen, sie gut auf den Platz eingestellt waren. Aber sie haben sich nach der Führung einige Schläfrigkeiten geleistet, die wir eiskalt ausgenutzt haben. Im Männerfußball darfst du dir eben keine einzige schwache Minute leisten", sagt Fabian Paradies.

Der 25-Jährige übernahm für den gesperrten Marcel Schlosser die Rolle im zentralen Mittelfeld des VfB und löste diese Aufgabe gut. Er trat nicht nur die Eckbälle und Freistöße, sondern leitete viele gefährliche Offensivaktionen der Platzherren ein. Für Trainer Michael Hiemisch ist er ein Bilderbuch-Beispiel dafür, wie sich ein junger Spieler zur zentralen Figur in der Mannschaft entwickelt. "Er kann körperlich verteidigen auf der einen und schnell umschalten auf der anderen Seite. Das ist für unser Spiel enorm wichtig, um im Tempo zu bleiben."

Die Geschwindigkeit hat auch am Mittwoch gegen RB eine wichtige Rolle gespielt. Denn nach dem Ausgleich, bei dem Marc-Philipp Zimmermann ein Missverständnis zweier Abwehrspieler genutzt hatte (59.), kamen die Leipziger bei schnellen Gegenstößen immer wieder ins Schwimmen.

Fabian Paradies war in der Vorbereitung des 3:2 durch Marc-Philipp Zimmermanns Hechtflugkopfball nach Wild-Eingabe (75.) ebenso beteiligt wie schon am 1:0. "Das Zusammenspiel mit Zimbo und Danny wird immer besser. Egal auf welcher Position ich spiele, ich kenne ihre Laufwege", sagt der Mittelfeldspieler, der selbst schon sechs Tore erzielte. Nicht zuletzt deshalb möchte der Trainer ihn absolut nicht missen. "Er ist ein ganz wichtiger Spieler, der uns hilft, im Offensivspiel sehr variabel zu bleiben."

Dass die Auerbacher am Mittwoch trotz eines verwandelten Elfmeters von Palacios (87.) nicht mehr großartig um den Dreier zittern mussten, lag an der Kaltschnäuzigkeit von Danny Wild, der einige Minuten zuvor einen langen Ball aus der eigenen Hälfte zu seinem zweiten Tor an diesem Tag verwertet hatte (80.). Wild und Zimmermann haben damit nach der Winterpause zusammen schon 17 Tore erzielt. Für Fabian Paradies ist das aber nur ein Teil des aktuellen Erfolgsgeheimnisses. "Ich denke, wir haben in der Rückrunde geschlossen eine Schippe draufgelegt", sagt er.

Alexander Mattern kassierte gegen Leipzig die zehnte gelbe Karte und fehlt am Sonntag in Schönberg.

 
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