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Das Vogtland fiebert mit

Tim Kopp vom VSC Klingenthal hat gestern bei den 2. Olympischen Jugend-Winterspielen Silber im Mannschaftswettbewerb der Skispringer geholt. Am Dienstag gewann er die Nordische Kombination.

Von Peter Janka
erschienen am 19.02.2016

Lillehammer/Klingenthal. Die Anteilnahme am fantastischen Auftreten des gerade 17 Jahre alt gewordenen Vogtländers in der Heimat ist enorm. "Mein Handy steht seit Dienstag fast nicht mehr still, auch über die sozialen Medien kommen jede Menge Glückwünsche. Das ist unglaublich, fühlt sich richtig gut an und motiviert natürlich", sagte er gestern noch unter dem Eindruck der gerade gewonnenen Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb der Skispringer. "Da weiß man, warum man sich gerade im Sommer beim schweißtreibenden Training so quält."

"Tim hat in dieser Saison einen Riesensprung gemacht, nicht nur in seinen sportlichen Leistungen, auch als Persönlichkeit", lobt Uwe Schuricht, der Cheftrainer am Bundesstützpunkt Klingenthal. Imponiert hat Schuricht, wie der 17-jährige Breitenfelder am Dienstag den Langlauf gestaltete. Tim Kopp hatte nach dem Springen geführt, die ersten Drei lagen knapp 20 Sekunden auseinander. Der Vogtländer ließ die beiden Folgenden aufschließen und lief mit ihnen gemeinsam dem Ziel entgegen. "Mir war klar, dass ich es nicht geschafft hätte, allein vorneweg zu laufen. Deshalb bin ich es ruhig angegangen. Vor dem Ziel habe ich gemerkt, dass ich noch alles übrig habe und bin am letzten Berg losgezogen. Dass das so gut geklappt hat, ist natürlich super", schildert Tim Kopp die Laufdramaturgie.

Schwächen leistete er sich bislang weder in der Loipe noch auf der Schanze. Gestern beim Mannschaftsspringen zum Beispiel brachte Tim Kopp es auf das drittbeste Einzelergebnis - und das bei einem Feld, das zu zwei Dritteln aus Spezialisten bestand. Das überraschte selbst ihn ein bisschen. "Die Schanze gefällt mir richtig, das waren schon ziemlich gute Sprünge."

Natürlich hofft er, dass ihm heute mindestens noch einmal ein möglichst perfekter Satz gelingt und vielleicht auch noch eine dritte Medaille herausspringt. Zu absolvieren ist ein nordischer Mannschaftswettbewerb, bei dem zunächst zwei Spezialspringer und der vogtländische Kombinierer bei einem Wertungssprung über den Bakken gehen. Anschließend folgt eine Langlauf-Staffel über dreimal drei Kilometer. Die bestreiten zwei Langlaufspezialisten und eben wieder der Kombinierer aus Klingenthal. Am Sonntag fliegt er dann schon weiter zur Junioren-WM nach Rumänien.

 
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