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Uwe Friedrich, Sieger des Chemnitz-Marathons, lieferte sich an der Spitze des Feldes ein einsames Rennen gegen die Zeit.

Foto: Andreas Seidel Bild 1 / 2

Kampf gegen Uhr und Hitze

Die beiden Sieger des Chemnitz-Marathons schüttelten schon früh die Konkurrenz ab. Einfach war das Rennen um die Sächsische Landesmeisterschaft jedoch nicht.

Von Sebastian Siebertz
erschienen am 07.07.2014

Chemnitz. Als Uwe Friedrich zum vierten und letzten Mal um den Roten Turm lief, stand vor der abschließenden Zehn-Kilometer-Runde schon fest: Den Sieg über die Marathon-Distanz kann ihm keiner mehr nehmen. Der 42-Jährige vom Chemnitzer Polizeisportverein holte sich am Samstag mit mehr als 13 Minuten Vorsprung die Sächsische Landesmeisterschaft vor Thomas Goldbach (SC Riesa) und Mike Petzold (SV Stützengrün). Für Friedrich war es der vierte Titel über 42,195 Kilometer - und dennoch ein besonderer. "Meine ersten Siege liegen ja schon einige Jahre zurück", erklärte Friedrich, der sich 2003 zuletzt zum Landesmeister krönte. "Außerdem war es ja zum ersten Mal in Chemnitz - vor meiner eigenen Haustür."

Auch mit seiner Zeit von 2:48:29 war der Langstreckenläufer zufrieden: "Ich wollte unter 2:50 bleiben, und das habe ich trotz der Hitze geschafft." Zum Start um 10 Uhr war der Himmel über Chemnitz noch bedeckt, doch im Laufe des Vormittags kam die Sonne heraus und machte den Läufern jeden Meter schwer. "Im Grunde vertrage ich Hitze vergleichsweise gut, aber ein Leistungsabfall lässt sich bei diesen Temperaturen nicht vermeiden", sagte Friedrich. Weniger als die Hitze störte den Chemnitzer, dass er den größten Teil der Strecke ohne Kontakt zur Konkurrenz unterwegs war. "Du bist nie allein auf der Straße. Man hat immer Läufer vor sich, die auf einer anderen Distanz unterwegs sind. Für den Kopf ist es wichtig, dass man überholen kann."

Streckenrekord bei den Frauen

Im Marathon-Rennen der Frauen war der Vorsprung für Juliane Meyer vom SC DHfK Leipzig noch um ein Vielfaches größer als für Friedrich. Knapp eine Stunde vor der Zweiten (Claudia Hanisch vom Hetzdorfer SV) lief die 24-Jährige ins Ziel. Mit einer Zeit von 2:57:57 war Meyer sogar schneller als der zweitschnellste Mann und stellte gleichzeitig einen neuen Streckenrekord in der Frauenkonkurrenz auf. "Nach zwei Jahren voller Verletzungen bin ich einfach froh, einen Marathon durchgestanden zu haben", sagte die sichtlich erschöpfte Siegerin.

Der Entschluss, in Chemnitz zu starten, sei vergleichsweise kurzfristig gefallen, die Vorbereitung deswegen nicht perfekt gewesen, berichtete Meyer . "Eigentlich mag ich weder Hitze, Stadtläufe noch Strecken mit Runden - das alles war hier in Chemnitz der Fall, deswegen bin ich umso glücklicher über die Zeit."

Meyer hatte ihr Trikot früh im Rennen zur Kühlung weit hochgezogen, blieb an den letzten Versorgungsständen stehen, um sich Wasser über Hände und Beine zu gießen: "In der erste Runde freust du dich noch über kleine Hügel. Am Schluss dachte ich, ich würde stehen."

Alle Zeiten: www.baer-service.de

 
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