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Entlassener Frauenkirche-Organist Kummer gestorben

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Er war der erste Organist der wiederaufgebauten Dresdner Frauenkirche. Nach 17 Jahren entlassen, verließ Samuel Kummer unfreiwillig die prominente Position - und kämpfte vor Gericht darum zu bleiben.

Dresden.

Der 2022 entlassene Organist der Dresdner Frauenkirche, Samuel Kummer, ist tot. Er starb nach Angaben der Stiftung Frauenkirche vom Mittwoch "plötzlich" am Abend zuvor. "Sein Tod hinterlässt eine Lücke nicht nur in der Musikwelt, sondern auch in den Herzen vieler, die seine außergewöhnliche Kunst und seine herzliche Persönlichkeit schätzten", schrieben Geschäftsführerin Maria Noth und Pfarrer Markus Engelhardt. Sein plötzlicher Tod "lässt uns betroffen und ratlos zurück". Kummer hatte gegen seine Kündigung durch die Stiftung geklagt.

Landesbischof Tobias Bilz, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, würdigte Kummers Orgelspiel und dessen "im festen Glauben verankerte Interpretationsfreude". Er habe lange Jahre das Orgelmusikprofil des wiederaufgebauten Gotteshauses geprägt. Er habe Gottesdiensten und Konzerten "eine besondere Tiefe und Spiritualität verliehen", schrieben Noth und Engelhardt. Seine Fähigkeiten in der Orgelimprovisation seien national wie international "höchst anerkannt".

Der aus Stuttgart (Baden-Württemberg) stammende Kirchenmusiker war seit ihrer Weihe 2005 der erste Organist an der berühmten Frauenkirche, die im Februar 1945 zerstört und nach 1990 aus Trümmern und mit Spenden aus aller Welt wiederaufgebaut worden war. Die Stiftung hatte mit dem Vorwurf der Unzuverlässigkeit das Arbeitsverhältnis mit ihm zum 30. September 2022 gekündigt, nach 17 Jahren. Kummer wehrte sich juristisch dagegen, scheiterte mit seiner Klage aber beim Arbeitsgericht Dresden und ging in Berufung - im Mai sollte am Landesarbeitsgericht darüber verhandelt werden. (dpa)

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