Die Feuerwehr musste die Insassen des verunglückten BMW befreien. Die Oberfrohnaer Straße war etwa zwei Stunden gesperrt.
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Auto rast durch Zaun an Hausecke
Zwei Verletzte und hoher Schaden bei Unfall in Rabenstein - Passanten entgehen Unglück um Minuten
Chemnitz. Uwe Dombeck sitzt der Schreck noch in den Knochen: Ein Auto ist am Samstagabend gegen seinen Zaun und die Hauswand gefahren und erst im Grundstück an der Oberfrohnaer Straße zum Stehen gekommen. Gegen 18 Uhr war ein 29-jähriger Mann mit einem BMW stadtauswärts gefahren. Kurz vor dem Ortsausgang hatte er auf der ansteigenden kurvenreichen Strecke beschleunigt, meldete Polizeisprecherin Heidi Hennig. Dadurch kam das Auto nach links von der Fahrbahn ab und fuhr gegen Haus und Zaun. Der Fahrer wurde leicht, sein zwei Jahre jüngerer Beifahrer schwer verletzt.
"Dabei hätte es noch schlimmer kommen können", sagt Uwe Dombeck. Er hatte kurz zuvor Besucher verabschiedet. "Sie waren erst ungefähr zehn Meter vom Haus entfernt, als der Unfall passierte und haben gleich die Polizei alarmiert." Der Anwohner war zu diesem Zeitpunkt bereits wieder im Haus. Er führt den Unfall auf überhöhte Geschwindigkeit zurück - eine Möglichkeit, die auch die Polizei derzeit prüft. "Hier ist die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer begrenzt. Die Polizei blitzt manchmal. Trotzdem hält sich fast niemand an die Beschränkung", sagt Dombeck.
Sauer ist der 30-Jährige, der erst seit einem Jahr in dem Haus wohnt, über den angerichteten Schaden. Erst im vorigen Jahr hatte er die Giebelseite saniert. Sie ist jetzt ebenso beschädigt wie die Dämmung an der Vorderseite. Für Nachbar Horst Weiß, der im letzten Haus an der Straße wohnt, sind solche Fälle nicht neu. "Ich war gerade im Keller. Das war ein dumpfer, ratzender Ton - ganz anders, als man es von Unfällen aus dem Fernsehen kennt", sagt der 65-Jährige, der seit 1980 in dem damals neu gebauten Haus wohnt. Er erinnert sich, dass vor etwa fünf Jahren ein Pkw ins Nachbarhaus gefahren ist. Vor seinem Haus gab es schon drei Unfälle. "Das passierte bei Glätte, als die Straße noch Kopfsteinpflaster hatte", sagt er. Bewährt hätten sich die aufgemauerten massiven Zaunsäulen, die die Fahrzeuge vom Gebäude fernhielten.


