Jens Meiwald - CVAG-VorstandFoto: Ronny Rozum/Archiv
CVAG: Weniger Fahrgäste - höhere Preise
Bus- und Bahnfahren wird ab August teurer
Chemnitz. Einen Tag nach der Ankündigung der Fahrpreissteigerung für Bus und Bahn in Chemnitz hat CVAG-Vorstand Jens Meiwald am Mittwoch erste Einzelheiten bekannt gegeben. Danach wachsen die Ticketpreise für Einzelfahrten, also beispielsweise für das Kurzstrecken- und das Stunden-Ticket, um eine einstellige Prozentzahl. "Für Einzelkarten planen wir eine Erhöhung in 10-Cent-Schritten", sagte Meiwald. Für ein Kurzstrecken-Ticket etwa, das für maximal vier Haltestellen gilt, ist ab August 1,50 Euro zu zahlen - knapp 8 Prozent oder 10 Cent mehr als jetzt, sagte der 48-jährige CVAG-Chef zur Bilanzpressekonferenz des Unternehmens am Mittwoch. Endgültig würden die neuen Preise nach Gesprächen mit dem Verkehrsverbund VMS festgelegt.
Meiwald machte bereits deutlich, dass sich die anstehenden Änderungen auf die Fahrpreise beschränken sollen. Im Gegensatz zur Tarifanpassung vor zwei Jahren, als das Kurzstrecken-Ticket um 17 Prozent teurer wurde und seine Gültigkeit von sechs auf vier Haltestellen reduziert wurde, erhalte die CVAG ihr Ticketangebot jetzt aufrecht. So würden zwar nach zwei Jahren Preisstabilität die Fahrscheine wegen gestiegener Energiekosten teurer, so Meiwald: "Doch es gibt keinen Grund, unser Grundkonzept für Tickets zu ändern." Schließlich sprächen die Zuwachszahlen für sich. So fahren 9600 Kunden auf Abo-Monats-Karte - fast 1000 mehr als 2010, auch die Nachfrage nach dem auf Arbeitnehmer zugeschnittenen Jobticket sei um fast ein Drittel gestiegen. Und neben dem stark nachgefragten Kombiticket (Eintrittskarte plus Fahrschein) für Messe-Veranstaltungen prüfe man ein solches Angebot nun auch für das neue CFC-Stadion.
Der Zuwachs bei den Spezialtickets macht sich indes nicht in der Gesamtbilanz des Unternehmens bemerkbar, wie Meiwald am Mittwoch einräumte. So habe sich der Rückgang der Fahrgastzahlen zwar verlangsamt. Dennoch seien mit 37,5 Millionen erneut weniger Menschen Bus und Bahn gefahren als noch 2010. Geplant seien eigentlich rund 38 Millionen Fahrgäste gewesen. Der Rückgang habe sich mit 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als er 1,3 Prozent betrug, erneut verlangsamt. Dennoch bezeichnete der Vorstand dieses Ergebnis als nicht zufrieden stellend.
Als Gründe nannte er zum einen Folgen des Geburtenknicks nach der Wende. So sei die Zahl der mitfahrenden Lehrlinge deutlich zurückgegangen. "Allein dadurch haben wir 300.000Fahrscheine weniger verkauft." Hinzu komme die milde Witterung zum Jahreswechsel 2011/12. Nachdem der lange und harte Winter 2010/11 dem Verkehrsbetrieb ein Zwischenhoch beschert hatte, schlugen die milden Monate November und Dezember 2011 negativ zu Buche. "Viele Fahrgäste, die ansonsten im Winter auf unseren Bus- und Bahnlinien anzutreffen sind, nutzten weiter ihre Fahrräder oder Autos." Trotz der Negativbilanz bei den Fahrgastzahlen schließt der Nahverkehrsbetrieb mit ausgeglichenem Ergebnis ab. Etwa 70 Prozent der Kosten von 33 Millionen Euro deckt laut Meiwald der Fahrscheinverkauf. Die übrigen 30 Prozent würden im Wesentlichen durch die Quersubvention in der Verkehrs- und Versorgungsholding aus Einnahmen des Energieversorgers Eins ausgeglichen.



20:59 Uhr
Flashback2012: die kurzfahrt lohnt sich nicht und so ist es eben einfach zu teuer.. damals konnte man 10minuten fahren,heute 4 haltestellen..wer sich so ein scheiss ausgedacht hat,übel...in berlin könnte man sagen ok aber in chems in dieser minicity wo man ruckzuck in die stadt laufen kann vom bernsdorf aus......ne chemnitz zieht aus nicht an!!;)
19:12 Uhr
Pixelghost: ZwenAusZwota kommt mit seinem Auto nach Chemnitz, stellt es am Stadtrand ab und fährt dann mit der CVAG weiter, richtig?
14:01 Uhr
Freidenker: Die wahren Verhältnisse sind immer die selben.
Die Chefs kriegen wohl wieder mal den Hals nich voll genug.Nahverkehr sollte von Steurgeldern finanziert werden,da hätt jeder was davon.rofl
19:31 Uhr
safego: Auf solche Leute wie ZwenAusZwota, die nur einseitig die Nahverkehrsunternehmen beschimpfen wollen, können wir getrost verzichten. Wenn Sie sogar noch Finanzwissenschaftler sein sollten, könnten wir auf solche Leute zurecht getrost verzichten. Also erst Nachdenken und dann das dumme Autolobbygeschwafel für sich behalten, wäre ja mal ne Idee. Solchen Leuten sage ich mal lieber auch nicht, wie die wahren Verhältnisse aussehen ...
08:20 Uhr
ZwenAusZwota: Ich frage mich gerade, ob die CVAG überhaupt Finanzwirtschaftler beschäftigt?!
Herr Meiwald, wenn Sie die Preise erhöhen, werden noch WENIGER Fahrgäste den Service der CVAG nutzen! Sie müssen die Preise senken, um mehr Fahrgäste anzulocken!!!
Weshalb wird heutzutage nur so widersinnig gehandelt?