Mit dem Umbau der Alten Aktienspinnerei zur TU-Zentralbibliothek wollen Stadt und Freistaat den Stadtumbau in Chemnitz beschleunigen. Am 7. September entscheidet der Stadtrat über den Verkauf des Gebäudes zum symbolischen Preis von einem Euro an das Land.
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City-Campus: Ernüchterung nach Ministerbesuch
Finanzminister Unland: Landtag muss über Finanzierung entscheiden
Chemnitz. Die Ankündigung sorgte für lange Gesichter: Sachsens Finanzminister Georg Unland (CDU) lehnte Angaben über die Fertigstellung des City-Campus an der Straße der Nationen bei der Präsentation des Projektes ab. Dafür Termine wie 2018 oder 2025 zu nennen, sei unseriös, sagte das Kabinettsmitglied vor Vertretern aus Politik und Wirtschaft in Chemnitz. Die Entwicklung von Campus und Innenstadt werde eine halbe Generation in Anspruch nehmen. Er hoffe, in acht Jahren sagen zu können, "dass wir das Projekt zu 30 oder 50 Prozent umgesetzt haben". Während für Planungen stets Geld vorhanden sei, entscheide über die Finanzierung des 40-Millionen-Euro-Baus der Landtag.
Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) reagierte prompt. Nachdem für die Entwicklung des Campus' stets ein Zeithorizont von etwa zehn Jahren im Gespräch war, mahnte sie einen zügigen Baubeginn an, um die Entwicklung der Innenstadt, besonders des Brühls, zu fördern und Investoren konkrete Zeitangaben machen zu können. "Stadt und Land sind gemeinsam auf Kurs. Das Tempo aber bestimmt der Freistaat", unterstrich sie. "Es ist wichtig, dass in seinem nächsten Doppelhaushalt und in der mittelfristigen Planung Geld für das Projekt eingeplant ist." Sie gehe davon aus, dass die hiesigen Landtagsmitglieder die Entwicklung ihrer Stadt durch ihre Zustimmung unterstützen. "Freie Presse" fragte die Chemnitzer Parlamentarier im Landtag:


