Dietmar Mothes, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz und Geschäftsführer eines Straßen- und Tiefbau-Unternehmens mit rund 75 Beschäftigten. Der 67-Jährige warnt vor einem "Wettstreit um die größte Beachtung". Foto: Fotos: Andreas Seidel
"Es geht nicht nur um diesen Tag"
Handwerkspräsident trifft jungen Polit-Aktivisten: Beide wollen am 5. März mit den Chemnitzern gegen Rechts auf die Straße gehen
(fp). Ein breites Bündnis hat einen gemeinsamen Aufruf veröffentlicht, um am Abend des 5. März, dem Jahrestag des Bombenangriffs auf Chemnitz, auf dem Neumarkt "ein Zeichen des bewussten Erinnerns und des bewussten Engagements" zu setzen.
Mit zwei Unterstützern, die für die gesellschaftliche Breite dieses Zusammenschlusses und für verschiedene Generationen stehen, hat Michael Müller gesprochen: mit Dietmar Mothes (67), Präsident der Handwerkskammer Chemnitz, und mit Matthias Jobke(24) vom "Chemnitzer Bündnis für Frieden und Toleranz - Kein Platz für Nazis".Freie Presse: Herr Mothes, wann haben Sie das letzte Mal an einer Demonstration, Kundgebung oder dergleichen teilgenommen? Dietmar Mothes: Das wird 1989/90 gewesen sein, zur Wende.


