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Möbelhaus gibt Filiale am Kaßberg in Chemnitz vorerst auf
Geschäftsführer: Ursache sind Umsatzeinbußen und Verdrängungswettbewerb
Chemnitz. Eines der größten Einrichtungshäuser in Chemnitz zieht Konsequenzen aus dem sich verschärfenden Wettbewerb in der Branche. Die Akroform-Möbelhandels-Gesellschaft wird den Standort in der Ermafa-Passage am Fuß des Kaßbergs vorerst aufgeben. Der Räumungsverkauf habe bereits begonnen, sagte Geschäftsführer Stefan Romainczyk am Donnerstag der "Freien Presse". Der mittelständische Familienbetrieb, der seinen Stammsitz im oberfränkischen Hof hat, betreibt in Chemnitz auf 12.500 Quadratmeter Fläche die größte seiner insgesamt fünf Filialen in Sachsen, Thüringen und Bayern.
Als Gründe für den Schritt nannte Romainczyk am Donnerstag den zunehmenden Verdrängungswettbewerb. Vor allem nach der Erweiterung des Möbelhauses Mahler nahe Siebenlehn habe Akroform mit Umsatzeinbußen zu kämpfen, sagte er. "Ein kleiner Mittelständler, wie wir es sind, kann gegen die Werbemacht der Großen nicht ankommen", so Romainczyk. Man werde nun die Bestände verkaufen, die Lager leeren und anschließend eine Strategie für eine Neuausrichtung festlegen. Dazu soll es im März auch Verhandlungen mit dem Eigentümer des Gebäudekomplexes an der Reichsstraße/ Hartmannstraße geben. Möglich sei laut Romainczyk die Verkleinerung des Möbelhauses in der Ermafa-Passage selbst oder die Suche nach einem neuen Standort.
Eigentümer des Einkaufskomplexes am Kaßberg ist der Regensburger Immobilien-Entwickler Claus Kellnberger. Er bestätigte am Donnerstag auf "Freie Presse"-Anfrage die bevorstehenden Verhandlungen mit der Akroform-Inhaberfamilie über eine Verkleinerung der Verkaufsfläche in der Ermafa-Passage. "Es könnte sein, dass Akroform auf noch zwei Etagen in dem Gebäude bleibt", sagte er. Für die freiwerdende Fläche gebe es bereits Interessenten, fügte er hinzu. Das Gebäude sei flexibel gebaut, sodass die Flächen auch teilbar seien und dadurch von mehreren Mietern genutzt werden könnten, so Kellnberger.
Der Investor aus Regensburg hatte den Unternehmenssitz der ehemaligen Ersten Maschinenfabrik (Ermafa) Mitte der 1990er-Jahre von der Treuhand erworben und zu einem Einzelhandelsstandort umgebaut. Im Jahr 1998 hatte Akroform im früheren Verwaltungsgebäude der Ermafa sein Möbelhaus mit zunächst 30 Angestellten eröffnet. Zurzeit beschäftigt die Filiale noch 25 Mitarbeiter, deren Anzahl nun aber weiter sinken wird.


20:37 Uhr
Zoda: Ja, besser laufen würde es. An sich könnte man ja aber auch mal die Zukunft unserer zukünftigen Rentner fördern. :)
14:28 Uhr
wuehlmaus: @Zoda: Dann eher ein Seniorenclub mit täglichem Tanztee...
läuft in Chemnitz bestimmt besser.
12:29 Uhr
Zoda: Kann da meinen Vorrednern nur recht geben! Furchtbarer Stil und viel zu überteuert! Da geht man doch eher zu Poco Domäne oder Roller oder oder oder... Wie wäre es mit einem Indoorspielplatz über 5 Etagen?! :)
15:16 Uhr
torschro: ...wie kommt man denn auf den Trichter, dass gerade im grössten Altenheim von Deutschland die grösste von 5Filialen überlebensfähig sein soll?
12:53 Uhr
Deluxe: Und am Preis...