Der Textilprofessor Jürgen Lohr aus Chemnitz spricht am 24. November im Esche-Museum über die "Welthauptstadt des Handschuhs". Ein Titel, den die Stadt Limbach in der Vergangenheit trug. Der Vortrag beginnt um 17 Uhr im Esche-Saal, Eintritt ist frei. Foto: Andreas Seidel

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Museum will mit Vorträgen und Sonderführungen Gäste locken

Esche-Museum will Angebote erweitern - Pädagogin soll Konzepte für junge Besucher entwickeln

Limbach-Oberfrohna. Selbst Chinesen kennen mittlerweile die Textilgeschichte von Limbach. Eine Delegation aus dem fernen Osten stattete im Rahmen eines Wirtschaftstreffens in Chemnitz dem Esche-Museum vor Kurzem einen Besuch ab. Ein weiterer Höhepunkt in der jungen Geschichte des Hauses: Eva Salm, eine Nachfahrin der Esche-Familie, hatte sich am 13. Oktober aus Nordrhein-Westfalen aufgemacht, um das Museum zu besichtigen. In das Gästebuch schrieb die betagte Dame: "Ein wunderbarer Rundgang. Meine Kindheit in der Fabrik ist wieder gegenwärtig. Bin sofort Mitglied im Förderverein geworden. Danke!"

Vergleicht man die beiden Museen Limbach-Oberfrohnas, liegt indes die Wolkenburger Ausstellung des Malers Fritz von Uhde vorn. Knapp 5000 Besucher haben die Bilder auf dem Schloss seit Jahresanfang gesehen. Ins Esche-Museum kamen seit Eröffnung im Mai 2250 Gäste.

Diese Zahlen lassen sich laut Museumsleiterin Simone Hübner, die für beide Häuser verantwortlich ist, nicht miteinander vergleichen. "Das Schloss mit dem Park und seinem Ambiente ist an sich ein beliebtes Ausflugsziel, das schon lange bekannt ist", erklärt sie. Das Esche-Museum sei dagegen erst seit knapp sieben Monaten offen. Sie ergänzt, dass in den vergangenen Wochen die Besucherzahlen besonders wegen der Sonderführungen gestiegen seien. Jeden zweiten Samstag und jeden vierten Sonntag werden die alten Handwirkstühle vorgeführt und die Wirk- und Strickmaschinen angeworfen. Ein Angebot, welches das Museum erst seit Kurzem anbietet und bewirbt. Zudem erfreut sich die lose Vortragsreihe über die Limbacher Textil- und Stadtgeschichte großer Beliebtheit. Laut Irmgard Eberth, Vorsitzende des Fördervereins des Esche-Museums, kamen zur letzten Veranstaltung über Helena Dorothea von Schönberg 70 Gäste.

Um Angebote für junge Menschen zu erweitern, arbeitet seit einer Woche eine Museumspädagogin als Honorarkraft für 20 Stunden im Haus. Sie soll unter anderem den Kontakt mit Schulen aufbauen und Neigungskurse sowie Konzepte für Familien entwickeln. Geplant ist, dass sie vorerst bis Jahresende bleibt. Bürgermeister Lothar Hohlfeld sieht aber bereits eine längere Zusammenarbeit. "Wir brauchen für das Funktionieren des Objektes museumspädagogische Angebote und jemand, der sie betreut und bearbeitet", sagt er. Die neue Honorarkraft wird aus Fördermitteln des Kulturraums Vogtland-Zwickau finanziert.

 
erschienen am 18.11.2011 ( Von Christian Mathea )
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