Die Feuerwehren aus Ottendorf und Oberlichtenau mussten eine Stichflamme löschen, die bei einer Verpuffung in der Ottendorfer Recyclingfirma Redesta entstanden war. Drei Mitarbeiter erlitten schwere Brandverletzungen.Foto: Haertelpress
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Schwerer Unfall in Chemiebetrieb
Drei Mitarbeiter einer Recyclingfirma im Gewerbegebiet Ottendorf erleiden schwere Brandverletzungen
Ottendorf . Im Gewerbegebiet Ottendorf ist es am Dienstag gegen 10.45 Uhr in den Hallen des Unternehmens Redesta zu einem Chemieunfall gekommen. Drei Männer im Alter zwischen 54 und 57 Jahren sind schwer verletzt worden. Zwei Rettungshubschrauber und ein Rettungswagen brachten sie in umliegende Krankenhäuser.
"Bei Reinigungsarbeiten an einer Destillationsanlage kam es zu einer Verpuffung (Anmerkung der Redaktion: eine plötzliche Entzündung), worauf sich eine Stichflamme bildete", sagte Polizeihauptkommissar Jörg Stelzner von der Polizeidienststelle Mittweida. Er sicherte mit seinen Kollegen den Ort und betreute die nicht verletzten Mitarbeiter. Sie standen unter Schock.
Die Abteilung Arbeitssicherheit der Landesdirektion Dresden und die Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Zur genauen Unfallursache konnte die Polizei bis Redaktionsschluss noch keine Angaben machen. "Wir haben in der Firma die technologischen Abläufe und Sicherheitsvorkehrungen kontrolliert", erklärte Klaus Neumerkel von der Arbeitssicherheit. Die Arbeiten sollen heute fortgeführt werden. Anhand des möglichen Produktionsablaufes soll herausgefunden werden, warum sich ein Gasgemisch entzünden konnte. Möglich seien beispielsweise elektrostatische Aufladungen oder Reibungsvorgänge.
Mehrfach bereits Fehlalarm
Die freiwilligen Feuerwehren Ottendorf und Oberlichtenau waren mit insgesamt 20 Männern im Einsatz. Es kam jedoch zu keinem Brand. "Wir mussten schon mehrfach zur Chemiefirma ausrücken", sagte Jan Neuhaus, Feuerwehrchef aus Oberlichtenau. Die Brandmeldeanlagen hätten Fehlalarm signalisiert. Am Dienstag kurz vor 11 Uhr sei es aber ernst gewesen. Die Feuerwehr habe die Verletzten geborgen, anschließend den Raum belüftet und kontrolliert. Bis gegen 12.30 Uhr sei das Gewerbegebiet gesperrt gewesen. Viele Feuerwehrmänner seien bei diesem Einsatz an die schwere Explosion vor reichlich einem Jahr in Auerswalde erinnert worden. Damals war eine Scheune, die als Munitionslager diente, niedergebrannt und der Besitzer gestorben.


