So wie Andreas Krauß (links) mit seinen Zwillingstöchtern Saphira (links) und Sajara und sein Bruder Tino Krauß fanden sich am Wochenende insgesamt fast 3000Besucher am Stausee Rabenstein ein - trotz einer Wassertemperatur von gerade einmal 16 Grad. 
So wie Andreas Krauß (links) mit seinen Zwillingstöchtern Saphira (links) und Sajara und sein Bruder Tino Krauß fanden sich am Wochenende insgesamt fast 3000Besucher am Stausee Rabenstein ein - trotz einer Wassertemperatur von gerade einmal 16 Grad.

Foto: Andreas Truxa

Sommerfreude zum Sommerende

Sonniges Wetter hat den Freizeiteinrichtungen am Wochenende hohe Besucherzahlen beschert

Chemnitz. Es mutete etwas skurril an: Der Kalender zeigte den Monat Oktober und die Chemnitzer zog es zum Baden an den Stausee. Das Hoch Sepideh bescherte auch der Stadt einige sonnenreiche Tage - zur Freude der Freizeitveranstalter. Ob am Stausee oder im Kletterwald, überall vermeldeten die Betreiber am wahrscheinlich letzten Sommerwochenende hohe Besucherzahlen:

Schlossteich: Einen Massenansturm registrierte der Betreiber der Gondelstation, Falko Hirsch: "Zeitweise waren alle Boote draußen und bei den Tretbooten gab es Wartezeiten." Die Saison sei insgesamt gut gelaufen, ergänzt Ehefrau Silke Hirsch. Dazu hätten auch die milden Temperaturen beigetragen: "Wenn es richtig heiß ist, gehen die Leute eher ins Freibad." Auf dem Schlossteich könne noch maximal drei Wochen gegondelt werden, erklärt Hirsch: Am 24. Oktober werde das Wasser abgelassen: "Bis dahin müssen die Boote raus." Danach stünden Reinigungen und Reparaturen an: "Wir müssen die Bootsspitzen erneuern und bei den Tretbooten kleine Löcher verschweißen."

Kletterwald Rabenstein: "Alle Klettergurte vermietet!", musste Geschäftsführer Olaf Glitzner zeitweise seinen Gästen sagen: "Die Leute mussten mitunter eine Stunde warten." Auch die Saison sei sehr gut gelaufen, sagt sein Kollege Steffen Goretzka - dank des Wetters: "Wir brauchen keine 30 Grad, uns reichen 20 Grad. Wenn es den Freibädern schlecht geht, läuft es bei uns zumeist gut." Der Kletterwald neben dem Stausee werde zum 1. November für dieses Jahr schließen, die Wiedereröffnung ist für Ende März geplant. Um zu verhindern, dass im Winter Wanderer die untersten Kletterelemente ohne Beaufsichtigung begehen, werden sie abgebaut, kündigt der Geschäftsführer an. Darüber hinaus soll der Kletterwald in den Wintermonaten ausgebaut werden: "Wir haben viel vor." Wie viele neue Elemente genau dazu kommen, lasse sich aber im Moment nicht sagen. Das, so Goretzka, hänge auch vom Wetter ab: "Im vergangenen Winter gab es lange Frost, da konnten wir nicht viel machen."

Uferstrand: Sommerstrand passé, jetzt kommt das Winterdorf: Das Strandgelände am Falkeplatz hatte am Wochenende nicht mehr geöffnet. "Mit dem guten Wetter konnten wir nicht rechnen. Außerdem ist es abends zu kalt", bedauert Betreiber Henrik Bonesky. Darüber hinaus würden gerade Bauarbeiten beginnen: "Das Ufer wird abgeflacht, sodass man 2012 wie am Strand hinunter zur Chemnitz laufen kann." Dennoch wird der Strand auch im Winter geöffnet haben, sagt der Kneipenwirt. Am 1. November soll das 1. Chemnitzer Winterdorf eröffnen: "Dort wird es eine Eisstockschießbahn und beheizte Zelte geben." Zudem versuche er eine Beschneiungsanlage aufzutreiben.

Stausee Rabenstein: Fast 3000 Besucher zählte der Stausee am Wochenende - und das bei 16 Grad Wassertemperatur. "Diese Wassertemperatur ist völlig normal für die Jahreszeit. Die Nächte sind bereits kühl", so Geschäftsführer Roland Hauschild. Die Saison sei mit etwa 65.000 Besuchern durchschnittlich verlaufen: "Im Juli und August fand der Sommer so gut wie nicht statt. Im September haben wir aufgeholt." Der Stausee schließt mit dem Drachenfest am Wochenende, danach mache man das Gelände winterfest. Dafür werden unter anderem Wasserleitungen entleert. Der See soll zum 1. Mai 2012 wieder öffnen.

Tierpark: 5700 Besucher haben nach Angaben der Leiterin Anja Dube am Wochenende den Park in der Nevoigtstraße besucht. Allein 3000 kamen zum Kinderfest am Montag: "Das ist sehr viel, das Fest war ein Renner." Bis August - die Zahlen für September liegen noch nicht vor - seien geringfügig weniger Gäste als in den Sommermonaten des Vorjahres gekommen, im September sei es besser gelaufen. Ab heute hat der Tierpark von 9 bis 17 Uhr geöffnet, letzter Einlass ist 16 Uhr. Das Wildgatter ist von 8 bis 16 Uhr geöffnet.

 
erschienen am 03.10.2011 ( Von Benjamin Lummer )
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