Die Lehrlinge von Takata-Petri in Elterlein haben es laut Industrie- und Handelskammer gut getroffen: Die Firma wurde am Montag als "Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet. Personalverantwortliche Evelyn Kohlmüller und Werksleiter Kersten Bachmann nahmen die Ehrung entgegen. 
Die Lehrlinge von Takata-Petri in Elterlein haben es laut Industrie- und Handelskammer gut getroffen: Die Firma wurde am Montag als "Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb" ausgezeichnet. Personalverantwortliche Evelyn Kohlmüller und Werksleiter Kersten Bachmann nahmen die Ehrung entgegen.

Foto: Bernd März

Airbag-Hersteller lehrt mehr als heiße Luft

Die Firma Takata-Petri in Elterlein bildet seit 1998 Jugendliche aus

Elterlein. Gemeinsam in das neue Ausbildungsjahr zu starten hat bei Takata-Petri in Elterlein Tradition. Zum 14. Mal kamen am Montag neue und "alte" Azubis, Ausbilder und Geschäftsleitung zu diesem Anlass zusammen. Doch eine Sache war anders: Vertreter der Industrie- und Handelskammer Chemnitz (IHK) waren gekommen, um dem Airbag-Produzenten eine Urkunde mit dem Prädikat "Vorbildlicher Ausbildungsbetrieb" zu übergeben.

"Die Ausbildung hier beinhaltet nicht nur das ,Rahmenprogramm'. Wir sind stolz, einen solchen Betrieb in der Region zu haben", erklärte Almut Beck, bei der IHK für das Erzgebirge zuständig. Die Auszeichnung werde jährlich unter strengen Kriterien an sechs bis acht Firmen verliehen. "Und in Elterlein findet sich da wirklich eine Schmiede für die Zukunft", lobte Beck weiter. Ausgebildet wird in den Berufen Mechatroniker, Industriemechaniker, Fertigungsmechaniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Verfahrensmechaniker, Bürokauffrau und Industriekauffrau. Neben der "normalen" Lehrzeit nehmen die Azubis dabei auch an Projekten wie dem Planspiel "Jugend gründet" teil, pflegen eine Kooperation mit der Mittelschule Elterlein und organisieren die Firmenstände auf verschiedenen Ausbildungsmessen. Solche Extras hätten den Ausschlag für die Ehrung gegeben, betonte die IHK-Vertreterin.

"Von den 58 Auszubildenden, die in den vergangenen Jahren hier gelernt haben, ist keiner je durchgefallen", sagte Evelyn Kohlmüller, Personalverantwortliche am Elterleiner Standort von Takata-Petri, stolz. Die meisten seien weiterhin im Unternehmen - auch an den Standorten in Freiberg oder Aschaffenburg - beschäftigt. Allerdings werde es zunehmend schwieriger, qualifizierte Bewerber zu finden.

"Dabei ist Ausbildung ein ganz wichtiges Element", betonte der Elterleiner Werksleiter Kersten Bachmann. Nicht nur für die Jugendlichen sei es die Chance auf gute Arbeitsplätze. "Auch für uns ist es ein Gewinn: Sie sind unser Wettbewerbsvorteil", sagte er an die neuen Azubis gerichtet. Sich Produkte von der Stange kaufen könne schließlich weltweit jeder - deshalb sei es für Takata-Petri so wichtig, eigene Leute mit entsprechenden Ideen zu haben.

 
erschienen am 22.08.2011 ( Von Hannah Metzger )
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