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Der Windpark Jöhstadt.

Foto: B. März

Anwohner lehnen große Windräder ab

Im Windpark Jöhstadt sollen vier neue Anlagen errichtet werden. Ein Millionenprojekt, an dem auch eine Firma beteiligt ist, an der die Stadt die Mehrheit der Anteile hält. Bürger befürchten mehr Lärm und Schatten.

Von Denise Märkisch
erschienen am 18.03.2017

Jöhstadt. Seit Anfang der 1990er-Jahre drehen sich in Jöhstadt Windräder, um Strom zu produzieren. Doch mittlerweile sind viele der Anlagen in die Jahre gekommen, die Technik hat sich weiterentwickelt. Also soll auf dem Areal - einem Vorranggebiet für Windkraftanlagen - gebaut werden. An den Plänen beteiligen sich derzeit drei Firmen, die bereits jetzt Anlagen in Jöhstadt betreiben. Darunter ist auch die Windpark Jöhstadt GmbH. 51 Prozent des Unternehmens gehören der Stadt.

Bereits seit Monaten sorgt das Thema für Diskussionen. Ein Vorwurf lautet, dass der Stadtrat und auch die Bürger erst sehr spät von den Plänen erfahren haben. Eigentlich sollte das Projekt bereits Ende 2016 vom Stadtrat abgesegnet werden. Kommunen werden bei Bauangelegenheiten in der Regel von der Genehmigungsbehörde angehört. Doch den Räten waren damals die Informationen viel zu dürftig. Vor allem aber fühlten sie sich unter Druck gesetzt, schnell eine Entscheidung zu fällen.

Am Donnerstagabend fand nun eine Bürger-Informationsveranstaltung statt. Diese war vom Stadtrat gefordert worden. Die Gaststätte im Sportcenter war gut gefüllt. Schnell wurde deutlich, dass die betroffenen Anwohner keine größeren Windräder haben wollen. "Meine Zustimmung haben sie nicht", sagte eine Bürgerin. Da nützte auch das Argument nichts, dass für die vier neuen Anlagen neun alte abgebaut werden.

Was befürchten die Anwohner? Ein Bürger erklärte, dass der Schattenwurf bereits jetzt problematisch sei. Auch die Geräusche seien sehr störend. Er und viele andere glauben, dass diese Probleme mit den deutlich höheren Windrädern zunehmen. Bernhard Weigel vom Unternehmen Boreas, das im Auftrag der drei Firmen die Planung übernimmt und sich zum Beispiel um das Genehmigungsverfahren kümmert, versuchte, den Anwesenden den Neubau schmackhaft zu machen. Laut Berechnungen werde die Schall- und Schattenbelastung mit den neuen Anlagen sogar abnehmen, sagte er. Die moderne Technik verfüge über Sensoren, die bei anhaltendem Schattenwurf die Anlagen automatisch stoppen.

Zwei Stunden wurde diskutiert. Bürgermeister Olaf Oettel erklärte, dass die Finanzierung allein bei den Firmen liege, die Stadt sei nicht beteiligt. Zudem versprach Jan Schreiter, Geschäftsführer der Windpark GmbH, bis zur nächsten Ratssitzung weitere Informationen zu liefern. Unter anderem soll klar werden, wie die Bürger an dem Vorhaben beteiligt werden können und wie viel in etwa investiert werden soll.

 
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