Was geschah auf der Steinbüschelstraße?
Großeinsatz der Polizei im Ehrenfriedersdorfer Stadtzentrum wirft mehr Fragen auf, als Behördenkreise beantworten wollen
Ehrenfriedersdorf. Eine Straßensperrung im Ehrenfriedersdorfer Stadtzentrum, zahlreiche Polizeibeamte, eine ramponierte Tür, eine Hausdurchsuchung, gar eine Festnahme? Was sich am vergangenen Mittwochnachmittag auf der Steinbüschelstraße in der Bergstadt ereignet hat, darüber herrscht auch eine Woche danach von offizieller Seite Schweigen im Walde.
Wie Augenzeugen übereinstimmend berichten, sei an jenem Tag die Steinbüschelstraße von beiden Seiten mit querstehenden Kleinbussen der Polizei abgesperrt gewesen. Ein Einfamilienhaus sei durchsucht worden. Auch ist die Rede von einer eingetretenen Haustür, wofür frisch eingesetztes Holz spreche. In der Stadt machte jedenfalls schnell das Wort "Razzia" die Runde.
"Unsere Beamten waren es nicht", erklärte Frank Fischer, Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge. Auf die ergänzende Frage, ob möglicherweise das Bundeskriminalamt im Einsatz war und es einen Zusammenhang mit dem Zwickauer Terror-Trio gibt, wie von der Ehrenfriedersdorfer Bevölkerung gemutmaßt wird, sagte Fischer nur: "Könnte sein."
Auch eine Nachfrage bei der Bundespolizei brachte kein Licht ins Dunkel. "Weder Mitarbeiter der Bundespolizeidirektion Pirna noch eine ihrer nachgeordneten Inspektionen sind in Ehrenfriedersdorf im Einsatz gewesen", ließ Sprecher Sascha Reichelt verlauten. Und auch beim Landeskriminalamt hält man sich bedeckt. Dessen Sprecherin Kathlen Zink sagte lediglich: "Beamte der sächsischen Polizei haben Maßnahmen unterstützt. Jedoch dürfen wir Ihnen keine weiteren Auskünfte erteilen. Bitte wenden Sie sich an den Generalbundesanwalt."
Von dort - aus Karlsruhe - werden die Vorkommnisse weder bestätigt noch dementiert. "Wir können Ihnen nur soviel sagen, wie wir es an dem betreffenden Tag bereits in unserer Pressemitteilung getan haben", erklärt Marcus Köhler als dortiger Behördensprecher.
Demnach durchsuchten 110 Beamte in Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg Geschäftslokale und Wohnungen. Dabei wurde gegen vier Beschuldigte ermittelt. Zu Festnahmen sei es jedoch nicht gekommen. Betroffen war im Freistaat neben Chemnitz und Dresden auch der Erzgebirgskreis. Im Landratsamt verweist man allerdings auch nur darauf, dass es "eine ausschließliche Aktion des Polizeivollzugsdienstes und der Staatsanwaltschaft" gewesen ist.
Was also bleibt, ist das Ehrenfriedersdorfer Stadtgespräch aus dem auch Bürgermeister Frank Uhlig gehört hat, dass sowohl ein Sondereinsatzkommando als auch Beamte des Bundeskriminalamtes im Einsatz gewesen sein sollen. "Wir sind als Stadtverwaltung nicht informiert worden, weder vorher noch nachher. Auch die Beamten des im Rathaus befindlichen Polizeipostens dürfen nichts sagen", verrät Uhlig.
Ein Anwohner ist dagegen besser informiert, hatte quasi einen Logenplatz. Er sagt: "Die Aktion hat bis kurz nach 20 Uhr gedauert. Dass die Polizei dort gewesen ist, geschah zum ersten Mal."


19:27 Uhr
wundesknie: wenn man das so liest, das kommt mir so bekannt vor, ich meine jetzt die art und weise des einsatzes. vor etlichen jahren fuhren auf den sauberg auch blitzartig 3 dunkle ladas vor, es stiegen leute in schwarzen ledermäntel aus und eilten schnurstracks in die damalige heizung. es war eine festnahme der stasi, und keiner hat etwas erfahren. die Methodik ähnelt dem vorgehen. ich finde die ganze sache mit straftätern sowieso als verarsche. warum werden schlimme jungs immer unkenntlich gezeigt, warum wird nicht informiert, warum katz und maus. sollen sich die leute erst etwas zusammenreimen. wenn einer einen Pubs lässt, wissen es ja auch gleich alle, bei anderen sachen wird verschleiert. wie sich die zeiten doch ähneln