Im kleinen Saal wurde der Philharmonikerball mit einem Wiener Walzer eröffnet. Bis weit nach Mitternacht konnten die Gäste dort abwechselnd im Dreivierteltakt oder zu moderner Musik tanzen.
Im kleinen Saal wurde der Philharmonikerball mit einem Wiener Walzer eröffnet. Bis weit nach Mitternacht konnten die Gäste dort abwechselnd im Dreivierteltakt oder zu moderner Musik tanzen.

Foto: Nils Bergauer

Aue wie es klingt und schwelgt

Philharmonikerball bot den Gästen diesmal "Eine Nacht in Wien"

Aue. Das Proben und Bangen haben sich gelohnt. Die Musiker der Erzgebirgischen Philharmonie Aue haben am Samstagabend im Kulturzentrum des Landkreises in Aue ihren Gästen einen Ballabend geboten, über den sicher noch lange gesprochen wird.

Faszinierende Beleuchtung

Farbige Scheinwerfer hatten zu abendlicher Stunde die Fassade des Kulturtempels in ein faszinierendes Licht getaucht und kündeten somit schon von weitem, dass an diesem Abend etwas ganz Besonderes hinten den großen Fenstern stattfindet. Zahlreiche festlich gekleidete Menschen strömten zielsicher dem Hause zu. Bereits mit dem Betreten des Foyers tauchten sie ein in das festliche Flair einer Ballnacht - ganz nach dem Vorbild der Wiener Festlichkeit. Dezente Musik, pompöse Dekorationen und flanierende Pärchen in festlichen Roben empfingen die Gäste.

Faszinierendes Gala-Konzert

Nach Small-Talk, netten Gesten der Begrüßung und dem allgemeinen Sehen-und-Gesehen-Werden entführte das Orchester seine Gäste mit einem Gala-Programm für mehr als 100 Minuten musikalisch in eine klangvolle "Nacht in Wien". Unter wechselnder Stabführung der beiden Dirigenten Generalmusikdirektor Naoshi Takahashi und Dieter Klug überzeugten die Musiker einmal mehr mit ihrem Können. Denn, wenn die Erzgebirgischen Philharmoniker den Donauwalzer spielen, dann sieht man als Zuhörer den Fluss förmlich wie ein blaues Band vor den Augen ziehen. Die Faszination, die sie mit ihrer Musizierweise auslösen, begründet sich wohl darin, dass sie die bekannten und beliebten Walzerklänge mit genau so viel Hingabe und musikalischer Leichtigkeit interpretieren, wie sie der große Meister Johann Strauß einst schrieb.

Durch das Galaprogramm der Philharmonie führte in bewährt pointierter Art der Intendant des Eduard-von-Winterstein-Theaters Annaberg-Buchholz, Ingolf Huhn. Ihm gelang es dabei erneut, den Fokus sowohl auf den Gastgeber - die Philharmonie - zu richten, zugleich aber auch die Solisten und den Chor des Theaterensembles aus Annaberg-Buchholz als Bestandteil des gesamten Theater- und Orchesterbetriebs ins Rampenlicht zu holen.

Das Ensemble unterhielt das Publikum mit vielen bekannten Wiener Liedern und Melodien aus Operetten, die der Metropole an der Donau huldigen. Besonders der Frühlingsstimmenwalzer, hervorragend gesungen von Madeleine Voigt, zauberte den meisten Gästen eine Gänsehaut unter die festliche Robe. Ebenso wie der Auftritt von Maria Richter in der Rolle der Elisabeth aus dem gleichnamigen Musical.

Tanz auf allen Etagen

Danach durften die Gäste beeindruckt und beschwingt von soeben Gehörten nach Herzenslust schlemmen und sich den lukullischen Genüssen der Wiener Küche hingeben. Kurz nach 22 Uhr erfolgte der Ruf "Alles Walzer", was der offizielle Auftakt für den Tanz auf allen drei Tanzflächen im Haus war. Dabei drehte sich im kleinen Saal des Hauses alles im Dreivierteltakt im Wechsel mit modernen Rhythmen, dargeboten vom Tanzorchester aus Pilsen.

Beatles-Titel und Swing

Die Bühne im großen Saal wurde ebenfalls wieder zum Tanzboden umfunktioniert. Dort dominierte die Musik der Beatles. Die Band Hard Days Night ließ dabei beste Stimmung aufkommen. Und im Foyer - gestaltet als Karibik-Lounge - swingte die Band Komedto bis weit nach Mitternacht.

 
erschienen am 19.02.2012 ( Von Beate Kindt-Matuschek )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
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