Heinz Männel, Wassermeister der "Naturfreunde", ärgert sich über das dreiste Vorgehen der Langfinger. Ihm fehlen vier Wasserhähne. Heinz Männel, Wassermeister der "Naturfreunde", ärgert sich über das dreiste Vorgehen der Langfinger. Ihm fehlen vier Wasserhähne.

Foto: E. Mädler

Diebe greifen nur nach Messing-Wasserhähnen

Kleingärtner aus Schönheide entsetzt über dreiste Vorgehensweise - Langfinger haben es gezielt auf Buntmetall abgesehen

Schönheide. Mindestens 35 Wasserhähne von Freileitungen sind aus mehreren Kleingartenanlagen von Schönheide gestohlen worden. Die bislang unbekannten Täter hatten es dabei gezielt auf wertvolles Buntmetall abgesehen, da die verschwundenen Armaturen allesamt aus Messing waren. An gusseisernen Armaturen hat sich keiner zu schaffen gemacht. Den Verlust haben die betroffenen Kleingärtner am Wochenende entsetzt festgestellt und gemeldet.

Heimgesucht von den Dieben wurden eine Bungalow-Siedlung und die Gartenanlage nahe des Jahn-Platzes zwischen Oberer und Schneeberger Straße. Dort ließen sie insgesamt 15 Wasserhähne mitgehen. Laut Polizei geschah dies im Zeitraum von Donnerstag bis Samstag vergangener Woche.

Noch mehr Beute machten die Diebe allerdings in der Schrebergarten-Kolonie der "Naturfreunde". Dort enden seit Freitag über 20 Leitungen mit einem abgeschnitten Rohr. "Vielleicht sind es ja sogar noch mehr", befürchtet Vereinsvorsitzender Bernd Spitzner. "Denn noch haben nicht alle unserer Mitstreiter ihre Parzelle bereits genauer unter die Lupe nehmen können!"

Insgesamt umfasst die unmittelbar am Fuße des erzgebirgisch-vogtländischen Kuhberges gelegene Anlage 58 Kleingärten. 56 davon sind derzeit verpachtet. "Bis auf einige gelegentlich mal eingetretene Holzlatten in Gartenzäunen ist bei uns eigentlich noch nie was kaputtgemacht worden", erinnert sich Spitzner. Der "Naturfreunde"-Verein war 1908 gegründet worden. "Alle gusseisernen Hähne sind allerdings drangeblieben", ergänzt Heinz Männel, der im Verein der Wassermeister ist. In seinem eigenen Garten fehlen gleich vier Messing- Armaturen. Männel hatte den Schaden am Freitag als Erster entdeckt und danach sofort den Vereinschef sowie die Polizei informiert. Der Sachschaden belaufe sich auf mehrere Hundert Euro. Männel, der seine Scholle schon seit einem halben Jahrhundert pflegt, meint: "Der Ärger wiegt aber viel mehr." (emä)

Hinweise unter Ruf 03771 120.

 
erschienen am 29.01.2012
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