Fachsimpelten im Schieberraum des neuen Hochbehälters: Bürgermeister Kai Wilhelm, Thomas Palme vom zuständigen Meisterbereich, ZWW-Chef Frank Kippig und Frank Bulst, Leiter des Meisterbereichs.
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Schönheide erhält größeren Trinkwasser-Speicher
Vorratskammern liefern Trinkwasser für 860 Bürger
Schönheide. Nach einem Jahr Bauzeit hat der Zweckverband Wasserwerke Westerzgebirge (ZWW) am Donnerstag den Hochbehälter Webersberg in Schönheide wieder in Betrieb genommen. Der Neubau hat die Größe eines kleinen Eigenheims. Von außen sieht man ihm nicht an, welch wichtige Technik im Innern steckt. Seine Vorratskammern liefern Trinkwasser für 860 Bürger im unteren Teil des Dorfs. Vom Webersberg aus werden zudem eine Gießerei und 17 Löschwasserhydranten versorgt. Zuletzt war die Kapazität des Behälters an Grenzen gestoßen, wie Frank Kippig, Geschäftsführer des ZWW, sagt: "Wir hatten 60 Kubikmeter Fassungsvermögen. Der Bedarf in diesem Teil von Schönheide liegt aber zwischen 70 und 90 Kubikmetern täglich. Um Versorgungssicherheit zu garantieren, mussten wir etwas tun."
Für 520.000 Euro, die ohne Fördermittel aufgebracht wurden, hat der Zweckverband den aus dem Jahr 1936 stammenden Hochbehälter abreißen und einen neuen mit 100 Kubikmetern Fassungsvermögen errichten lassen. Nun wurde er in Betrieb genommen. Schönheides Bürgermeister Kai Wilhelm (SPD) lobte insbesondere den Umstand, dass an Bau und Planung des Objekts ausschließlich regionale Firmen beteiligt waren. "Der Behälter ist aber auch ganz wichtig für unsere Versorgung", so Wilhelm.
Der Inhalt der beiden Speicherkammern dient als Puffer für den Fall, dass große Mengen Wasser benötigt werden. Das kann bei einem Brand ebenso der Fall sein wie bei einer Havarie in der benachbarten ES-Automobilguss GmbH, dem größten Arbeitgeber im Ort. Die Gießerei deckt ihren Kühlwasserbedarf normalerweise aus einem eigenen Betriebsgraben, doch falls dessen Pumpen nicht funktionieren - etwa nach einem Stromausfall - übernimmt der Hochbehälter auf dem Webersberg die Wasserlieferung.
Zu- und Ablauf im Behälter werden automatisch gesteuert und von der Leitstelle des ZWW in Schwarzenberg überwacht. Ein modernes Filtersystem sorgt dafür, dass weder Schmutz noch Insekten in die Speicherkammern gelangen. Das Trinkwasser im Hochbehälter stammt aus der Talsperre Carlsfeld, wo es aufbereitet und über eine Fernleitung nach Schönheide geliefert wird.

