Spaziergänger bestürzt über tote Hasen im Wald

Für die drei Kadaver am Grünen Platz bei Lauter gibt es keine Erklärung

Lauter. Im Wald bei Lauter haben Spaziergänger die Kadaver von drei Stallhasen gefunden. Die Tiere wurden offenbar brutal getötet, aufgeschlitzt und an einem viel begangenen Weg neben der Schutzhütte am Grünen Platz abgelegt. "Wer macht so etwas?", fragt Heike Enderlein aus Lauter. Sie und ihre Tochter gehörten am zweiten Weihnachtsfeiertag zu den ersten, welche die Tiere sahen. Seitdem sind zahlreiche Waldbesucher kopfschüttelnd an der Stelle vorübergegangen, ohne eine Erklärung zu finden.

Jäger verwerfen Köder-Theorie

Die Theorie, dass hier ein Jäger Füchse ködern wollte, um sie abzuschießen, wurde schnell verworfen. Auch, weil gar kein Hochstand in der Nähe ist. "Direkt an einem Weg füttert man ohnehin nicht an", sagt Bernd Heinrich, der Lauterer Revierförster des Staatsbetriebs Sachsenforst. "Diese Hasen hat jemand entsorgt." Aber warum? Es handelt sich nicht um Überreste, sondern um fast vollständige Tiere, komplett mit Fleisch und Innereien. Auch andere Jäger bestätigen, dass dies unwaidmännisch ist. Um Füchse anzuludern, wie es in der Jägersprache heißt, verwende man wenige Teile, keine kompletten Hasen, schon gar nicht gleich drei auf einmal. "Das hört sich nach Tierquälerei an", meinte Andreas Häßler aus Stützengrün.

Gelber Eimer mit Blutspuren

Etwa hundert Meter von Fundort entfernt wurde ein gelber Plasteeimer mit Blutspuren entdeckt. Vermutlich wurden in ihm die Kadaver transportiert. Der Eimer wurde im Gebüsch am Grünen Platz abgelegt. Ringsumher finden sich Fellreste, die offenbar von Tieren breitgeschleppt worden sind. "Das alles ist sehr rätselhaft", sagt Heike Enderlein. "Man schlachtet doch keinen Hasen im Wald und lässt ihn liegen. Diese Tiere wurden so platziert, als ob sie gefunden werden sollten."

Den Fellen nach zu urteilen muss es sich um drei prächtige Hasen gehandelt haben. Einer war schwarz, einer hellbraun, einer schwarz-weiß. Im Polizeirevier Aue lagen bis Freitag jedoch keine Anzeigen über gestohlene Tiere aus den zurückliegenden zwei Wochen vor.

 
erschienen am 30.12.2011 ( Von Mario Ulbrich )
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
1
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  • 31.12.2011
    10:57 Uhr

    OttoMaier: Ein Gebiet ohne Hochstand?? Unwarscheinlich. Jäger ludern nur mit Tierteilen? Bitte nicht noch mehr Witze, mir tut der Bauch schon weh vom Lachen. Solche tote Stallhasen findet man überall, auch komplette Tauben, Krähen. Es gibt solche Bilder praktisch aus allen Bundesländern. Wurden die Hasen auf Giftspuren untersucht? Füchse werden nicht nur erschossen...
    Wer es nicht glaubt sollte fleissig in Jägerforen mitlesen. Man kann sich kaum vorstellen welche Greultaten im Wald ablaufen, von sogenannten ehrenhaften Waidmännern. Waidmänner erschießen auch keine Haustiere? Mal lesen: http://www.wildundhund.de/forum/viewtopic.php?f=48&t=69193&start=15 23 Katzen auf 360ha und Frauen (weibliche Katzen) läßt daserste mal auch laufen. So ticken unsere Jäger... Nach aussen immer brav den Suabermann spielen.

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