Deutschneudorfer Schmelzer: Hartmut Hennig hat diese Figur geschaffen, die als das Maskottchen der 375-Jahr-Feier gilt.
Foto: Jan Görner
Deutschneudorfs Geschichte beginnt mit einem Hochofen
Vorbereitungen für 375-Jahr-Feier im Juli
Deutschneudorf. Die letzte Etappe der Vorbereitungen auf die 375-Jahr-Feier hat in Deutschneudorf begonnen. Mit den fünf Festtagen vom 12. bis zum 16. Juli soll die erste urkundliche Erwähnung des Ortes aus der Zeit von 1637 gebührend gefeiert werden. "Das Programm dafür steht bereits fest", sagt Heike Schwirz, Mitarbeiterin in der Gemeindeverwaltung. Bei ihr im Rathaus laufen die Fäden zusammen. Angeschoben wurde alles bereits 2009. Das Frühlingsfest im Mai in Oberlochmühle und das Sommerfest im Juni in Deutscheinsiedel, beides Ortsteile von Deutschneudorf, stehen ebenfalls ganz im Zeichen des Ortsjubiläums und werden schon mal auf die Tage der 375-Jahr-Feier einstimmen.
Maskottchen für die Feier
Das Maskottchen der 375-Jahr-Feier, der Deutschneudorfer Schmelzer, wird voraussichtlich ab diesem Monat zu haben sein. Einen Namen besitzt die Figur bisher nicht. Doch das wird sich laut Kunsthandwerker Hartmut Hennig bald ändern. Auch die Farben des Prototyps könnten noch leicht andere Töne annehmen. Der kleine Kerl erblickte in Hennigs Manufaktur das Licht der Welt. Abgeleitet wurde die Figur von einem Logo des Grafikers Horst Geil für Deutschneudorf aus DDR-Zeit. Dieses zeigt einen Hochofenarbeiter oder auch Schmelzer in mittelalterlicher Kluft.
Die Anfänge von Deutschneudorf werden mit einem Hohen-Ofen-Platz in Verbindung gebracht, wo Eisenstein geschmolzen wurde. So ist es überliefert. Die neue Schmelzer-Figur schuf Hartmut Hennig zur Mitfinanzierung der Festtage im Juli. Das Logo überarbeitete er ebenfalls und schnitt es somit auf das bevorstehende Ortsjubiläum zu.
Im Gemeindehaushalt 2012 von Deutschneudorf soll das Heimatfest ebenfalls mit berücksichtigt werden. Die Kommune wird jedoch nur einen Teil der Kosten übernehmen können, so Bürgermeisterstellvertreter Wolfgang Bilz: "Wir hoffen, dass noch viele Spenden kommen."
Broschüren zur Geschichte
Zudem arbeitet Christine Ihle an einer Festplakette. Die Rentnerin gestaltet ansonsten mit mehreren Helferinnen die Plaketten für die in der Region bekannte Deutschneudorfer Kirmes. Bis zum Heimatfest sollen auch zwei Publikationen erscheinen. Beide werden auf unterschiedliche Art die Ortsgeschichte zum Inhalt haben. Museumsleiterin Jutta Seifert ist mit einer Sonderausstellung beschäftigt, über deren Inhalt sie noch nichts verraten möchte. Auch einen kleinen Festumzug will sie auf die Beine stellen. Der örtliche Erzgebirgszweigverein um seinen Vorsitzenden André Seifert bereitet einen Geschichtsabend am Biotop in der Ortsmitte vor. Die Feuerwehren von Deutschneudorf und Deutscheinsiedel bilden eine weitere Arbeitsgruppe. Heike Schwirz schätzt aufgrund der zahlreichen Aktivitäten ein: "Mit den Festvorbereitungen sind wird auf dem Laufenden."


