Freistaat gibt Geld für Sanierung der Ortsdurchfahrt frei
Staatsstraße, die durch Lengefeld führt, bekommt teilweise eine neue Decke
Lengefeld. Die Proteste von Einwohnern mit Plakaten entlang der Staatsstraße 223 in Lengefeld haben offenbar Wirkung gezeigt. Die Straße, die als Augustusburger und Freiberger Straße quer durch Lengefeld führt, wird noch in diesem Sommer saniert.
Das bestätigt Peter Ludwig von der Abteilung Straßenwesen und Verkehr im Landratsamt. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat inzwischen genehmigt, dass die S 223 in der Ortslage in Stand gesetzt wird. Rund 50.000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Die sollten reichen, um in mehreren kleinen Abschnitten die Trag- und Deckschicht auf 3000 Quadratmetern zu erneuern. Die Ausschreibung dazu werde derzeit vorbereitet, sagt Ludwig. "Es wird nicht in den nächsten 14 Tagen losgehen, aber auf jeden Fall diesen Sommer", ergänzt Lengefelds Bürgermeister Ingolf Wappler (CDU).
Das Geld stammt aus dem Topf, den der Freistaat dem Landkreis für die Unterhaltung der Staatsstraßen bereitstellt, erläutert Wappler. Er freut sich, dass von den 200.000 Euro, die der Landkreis für die 600 Kilometer Staatsstraße im Kreisgebiet bekomme, ein Viertel nach Lengefeld fließt. "Das ist enorm."
Noch stehe aber nicht fest, an welchen Stellen genau ausgebessert wird. "Die 50.000 Euro reichen nicht, um alle Löcher beseitigen zu können", so Wappler. Auch wenn in manchen Bereichen nur eine Fahrspur in Mitleidenschaft gezogen sei, sei es günstiger, die Fahrbahn über die gesamte Breite zu erneuern. "Es kostet mehr, wenn die Straße in der Mitte aufgefräst und die Fuge später wieder verfüllt werden muss. Außerdem dauert es, den Fertiger, der den Asphalt aufträgt, jedes Mal neu auf die Breite einzustellen." Schwerpunkt der Sanierung werde die Freiberger Straße mit dem Roscherberg sowie die Augustusburger Straße im Bereich des Ortseinganges sein.
Die Staatsstraße 223 im Bereich des Marktes werden die Bauarbeiter aber auslassen. Dort plant das Landesamt für Straßenbau und Verkehr im nächsten Jahr einen grundhaften Ausbau. "Das heißt Bagger statt Fräse", sagt Wappler. Er verhehlt nicht, dass die Stadt darauf wartet. "Seit elf Jahren soll es gemacht werden. Wir sind froh, wenn es endlich losgeht."
Grundsätzlich möchte das Landesamt die S 223 in ganz Lengefeld ausbauen und das schnell, bestätigt Michael Stritzke, der Leiter der Niederlassung Zschopau des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr. Doch einige Grundstückseigentümer wehren sich dagegen. Sie wollen für den Ausbau benötigte Flächen, etwa um Bushaltestellen oder Fußwege zu bauen, nicht verkaufen. Das gilt jedoch nicht für den Markt. "Deshalb werden wir dort mit dem Ausbau beginnen", erläutert Stitzke. "Wir wiederum sanieren natürlich nur an den Stellen, von denen wir wissen, dass ein Jahr später dort nicht der Bagger anrückt", ergänzt Wappler. Michael Stritzke betont, dass man sich weiterhin darum bemühe, die Grundstückseigentümer zu überzeugen. Doch er schließt nicht aus, dass das Vorhaben in den nächsten Jahren trotzdem durchgesetzt wird - und sei es mithilfe eines Planfeststellungsverfahrens.
Der Marktbereich werde mit den Bauarbeiten ein neues Gesicht erhalten, kündigt der Bürgermeister an. "Ich schätze, dass etwa die Hälfte der asphaltierten Fläche wegfällt. Die Abbiegespur und die Bushaltestelle werden deutlich kleiner." Die freiwerdenden Flächen fallen an die Stadt zurück, die die Umgestaltung des Marktes aufgrund der angespannten Haushaltslage in diesem Jahr verschieben musste. "Doch sicher ist: Wenn das Landesamt am Markt anfängt, dann ziehen wir mit", blickt Ingolf Wappler voraus. "Wir lassen die Fußwege nicht voller Schotter liegen."

