Im Bereich der Seiffener Bingen, eine dient als Kulisse für Veranstaltungen, sollen zwei Bergwerksstollen saniert werden.
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Wasser aus zwei alten Seiffener Stollen soll künftig ungehindert abfließen
Sächsisches Oberbergamt lässt Sanierung zweier Bauwerke planen
Seiffen. Der Heilige Dreifaltigkeit Stolln und der Johannes Stolln sind wichtig für das Ableiten von Grubenwasser aus dem gesamte Bingen-Areal in Seiffen. Zu dem Ergebnis ist das Sächsische Oberbergamt in Freiberg gekommen. Es ließ Bergbaureviere wie das im Spielzeugdorf untersuchen und bewerten sowie ein Entwässerungskonzept erarbeiten. "Hintergrund sind die vorbeugende Abwehr von Gefahren und das Sicherstellen des dauerhaften Ableitens von Wasser aus diesen Revieren", so Oberberghauptmann Bernhard Cramer.
Die beiden Seiffener Bingen "Neuglück" und "Geyerin" sind laut Oberbergamt auf einen "intensiven und tagesnahen Zinnabbau" zurückführen, unter anderem auf das Einstürzen von dabei entstandenen Hohlräumen. "Aus dem Entwässerungskonzept lässt sich bereits jetzt ableiten: In beiden Stolln müssen Verbrüche beseitigt werden", nennt Bernhard Cramer Einzelheiten. "Dazu werden Erkundungsschächte notwendig sein, von denen sich einer mit Sicherheit im zentralen Bingen-Innenraum befinden wird." Als Verbruch bezeichnet der Bergmann zum Beispiel Abschnitte in einem Stollen, die von nachrutschendem so genannten Deckgebirge teilweise oder auch ganz verschüttet und damit blockiert werden. Wenn dadurch das Grubenwasser nicht mehr abfließt, könne das unter anderem zu Schäden an Bauwerken über Tage führen. Die Bingen und auch die Mundlöcher der Stollen befinden sich im Ortskern von Seiffen.
Die Planungen für Seiffen will das Oberbergamt im vierten Quartal dieses Jahres abschließen. Danach sollen die Bauleistungen ausgeschrieben werden. Auch das Wetter spielt beim Zeitpunkt für den Beginn der Sanierungsarbeiten eine wichtige Rolle. Bernhard Cramer: "Aus heutiger Sicht ist der Baubeginn im Frühjahr 2013 möglich." Genauer will sich der Oberberghauptmann auf Grund der noch laufenden Planung nicht festlegen. Das gilt auch für die Kosten. Finanziert wird das Vorhaben über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und speziell das Programm "Sicherung und Ausbau von Entwässerungssystemen in Bergbaurevieren".
Die bevorstehende Stollen-Sanierung wird laut Oberbergamt mit der Gemeinde Seiffen bereits in der Planungsphase abgestimmt. Seiffens Amtsverweser Andreas Haustein hatte die Gemeinderäte über das Vorhaben informiert.

