Der kommunale Caravan-Stellplatz in Schwarzenberg. Eine der gern genutzten Besonderheiten: Legen die Nutzer den Abreißabschnitt ihres Parktickets im Museum im nahen Schloss vor, erhalten sie ermäßigten Eintritt.
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Caravan-Fans steuern Stellplatz in der Perle des Erzgebirges gern an
Anlage, auf der seit 2008 Wohnmobile Station machen können, kostete 60.000 Euro
Schwarzenberg. Unter die Top 50 der 2095 auf der Internetseite mobilisten.de bewerteten Wohnmobilstellplätze in Deutschland hat es die Anlage in Schwarzenberg bisher nicht geschafft. Das mag daran liegen, dass der am 1. Juli 2008 eingeweihte Platz an der Uferstraße in der Vorstadt wohl noch immer ein Geheimtipp ist. Aber die Zufriedenheit der Nutzer des zentrumsnahen und dennoch ruhig gelegenen Areals ist groß. Dirk Weißbach aus der Stadtinformation: "Die Ausstattung des Platzes, besonders auch seine Nähe zu Sehenswürdigkeiten und Einkaufsmöglichkeiten kommt bei den Gästen an. Uns freut natürlich sehr, dass sie die Anlage in den entsprechenden Foren im Internet weiter empfehlen. Das wirkt sich immer mehr auf die Nutzungszahlen aus."
Im vorigen Jahr wurden am Kassenautomat insgesamt 420 Tickets verkauft, 105 mehr als 2010. "Das entspricht Einnahmen von 2442 Euro", erklärt Weißbach. Die von den Wohnmobilisten separat zu bezahlenden Kosten für Strom und Wasser sind darin nicht enthalten. "Der beste Monat 2011 mit fast 60 Tickets war der August, gefolgt vom Dezember mit 55. Auch im Mai und Juni lief es sehr gut. Schwächster Monat war der März mit lediglich sieben Tickets", sagt Weißbach. Im Vergleich zu 2010 hätten die Nutzer deutlich mehr Ganztags- (6 Euro) als Halbtagskarten (4 Euro) gelöst, Ausdruck für eine längere durchschnittliche Aufenthaltsdauer. Insgesamt stehen an der Uferstraße mit Blick auf Schloss und Kirche sechs Plätze für Caravans sowie die Ver- und Entsorgungseinrichtungen für Wasser, Abwasser und Strom zur Verfügung.
Die Aufenthaltsdauer pro Fahrzeug ist auf drei Tage begrenzt, was Dauerbelegungen verhindern soll. "Die genaue Zahl der mobilen Nutzer unseres Stellplatzes ist nicht bekannt", räumt Weißbach ein. Erstens werde die Anlage per Selbstbedienung betrieben, zweitens gebe es keine lückenlosen Zählungen. "Wir gehen aber anhand unserer Beobachtungen und der Ticketzahl von bis zu 300 Wohnmobilen aus, die im Vorjahr dort gestanden haben."
Der Stellplatz in Schwarzenberg geht übrigens auf Anregungen von Besuchern des 103. Deutschen Wandertages zurück, für den die Stadt 2003 Gastgeber war. Planungen und Geldbeschaffung dauerten ihre Zeit. In die Refinanzierung der Investitionskosten von rund 60.000 Euro für die Gesamtanlage fließen nicht nur die Einnahmen durch die Caravan-Fans ein, sondern auch das Vermieten von sechs Pkw-Stellplätzen.


