Mit fast dreieinhalbjähriger Verspätung wird am Montag (16. Mai) die Ortsumgehung von Markersbach (Erzgebirgskreis) freigegeben. Foto: dapd
Kosten für Brücke im Erzgebirge fast verdoppelt
Statt der ursprünglich geplanten 14 Millionen hat das Projekt nun 24 Millionen Euro gekostet
Markersbach (dapd-lsc). Mit fast dreieinhalbjähriger Verspätung wird am Montag (16. Mai) die Ortsumgehung von Markersbach (Erzgebirgskreis) freigegeben. Die Kosten kletterten während der sechsjährigen Bauzeit von ursprünglich veranschlagten 14 Millionen auf 24 Millionen Euro, bestätigte der zuständige Amtsleiter in Plauen, Frank Weigel.
Die Arbeiten an der Baustelle hätten sich mehrfach verzögert und standen zeitweise still. Als Gründe dafür nannte Weigel eine Nachprüfung des Vergabeverfahrens, Probleme mit dem Baugrund und unerwartete Hohlräume aus Zeiten des Bergbaus. Das seien auch die Hauptgründe für die Kostenexplosion.
Zu der gut 1,3 Kilometer langen Umgehung im Zuge der Bundesstraße 101 gehört eine 320 Meter lange und bis zu 40 Meter hohe Brücke. Das gesamte Projekt sollte eigentlich bereits Ende 2007 abgeschlossen sein, Baustart war 2005. Die Ortsumgehung soll nach der Freigabe ab Montagmittag nutzbar sein. Die alte Verbindung, die sich mitten durch den Ort schlängelt, bleibt als Kommunalstraße erhalten.
Die B 101 ist eine der wichtigsten Verbindungen quer durch das Erzgebirge von Aue über Schwarzenberg nach Annaberg-Buchholz und weiter Richtung Freiberg.
dapd


