Rollsplitt beschädigt mehrere Autos
Fahrer kritisieren Gefahrenquelle auf S 272
Johanngeorgenstadt. Zwischen Breitenbrunn und Johanngeorgenstadt hat der Erzgebirgskreis die Fahrbahn der Staatsstraße 272 flicken lassen. Nicht nur zur Freude der Verkehrsteilnehmer: Es blieben große Mengen Rollsplitt zurück. Eine Gefahrenquelle, kritisieren Autofahrer. "Die Reifen wirbeln die Steine auf und schleudern sie auf entgegenkommende Fahrzeuge", berichtet etwa Jürgen Munak aus Johanngeorgenstadt. "Ich kenne mehrere Leute, die Steinschlagschäden erlitten haben." Auch die Gefahr für Motorradfahrer sei nicht zu unterschätzen. "Durch den Split geraten sie schon bei Tempo 50 ins Rutschen."
Die Fahrbahn war mit einer Emulsion behandelt worden, die das Eindringen von Wasser in Asphalt-risse verhindern soll. "Der Split wird eingefahren. Er bildet das Stützkorn", erläutert Peter Ludwig, Referent für Straßenwesen in der Landkreisverwaltung. "Der nicht gebundene Split ist inzwischen von der Kehrmaschine beseitigt worden." Auch habe man die Autofahrer durch das Zeichen "Rollsplitt" gewarnt.
"Es sind immer noch Reste auf der Straße, und die sind weiter gefährlich", klagt Jürgen Munak. Auch zwischen Breitenbrunn und Rittersgrün gebe es solche Rollsplitt-Stellen. Durch Split verursachte Stürze sind noch nicht bekannt geworden. Beim Versicherungsbüro Karsunky in Johanngeorgenstadt sind jedoch rund ein Dutzend Schadensanzeigen wegen beschädigter Frontscheiben eingegangen, wie eine Mitarbeiterin am Freitag bestätigte. (mu)

