Investor: Altstadt-Arkaden in Stollberg liegen im Zeitplan

Trotz verspäteter Fertigstellung des ersten Großgebäudes soll das gesamte Vorhaben im Oktober stehen

Ein großer Simmel-Frischemarkt mit etwa 1600 Quadratmeter Nutzfläche, dazu 100 Stellplätze und ein weiteres Gebäude mit einem Angebotsmix von Textilgeschäft bis Drogerie: Das sind die Stollberger Altstadt-Arkaden auf der großen Fläche Hohensteiner- und Kurze Straße - hinter der Reihenbebauung. Ein etwa vier Millionen Euro schweres Vorhaben. Die Bauarbeiten haben im Sommer vergangenen Jahres begonnen. Im neuen Jahr liegen die Planer nach eigener Aussage weiter im Plan. "Im Oktober werden wir fertig sein, wie vorgesehen", sagt Jens Dietrich vom Oelsnitzer Planungsbüro Dietrich.

Zwar habe es beim Gebäude, das bereits unterhalb des Simmelmarktes an der Kurzen Straße als Rohbau steht, eine etwa achtwöchigen Fertigstellungsverzug gegeben. "Aber wir sind jetzt mittlerweile bei den Dachabdeckungsarbeiten. Und: Der Zeitverzug wird keine Auswirkungen auf das Gesamtprojekt haben", sagt Dietrich.

Für das Herzstück des millionenschweren Vorhabens, den Simmelmarkt, soll der Rohbau planmäßig im Februar oder März beginnen. Die genaue Zeit hänge von der Witterung ab, so Dietrich weiter. Hinsichtlich der Größe und des Sortiments des Marktes gibt es aber nicht nur frohe Gesichter in der Stadt. Für etliche Händler - vor allem im Lebensmittelsektor - bedeutet die ab Herbst fertige "Innenstadt in der Innenstadt" eine massive Konkurrenz im Kampf um Kunden. Trotzdem: Für den Stollberger Gewerbeverein überwiegen die Vorteile. Schließlich zögen die Altstadt-Arkaden als ein neuer Magnet mehr Leute in die Innenstadt. Davon profitiere auch ein Großteil der Händler.

Laut dem Handelsatlas der Industrie- und Handelskammer (IHK) liegt Stollberg derzeit etwa im sächsischen Durchschnitt, was die Verkaufsfläche pro Einwohner betrifft: Diese Erfassung ist ein Indikator dafür, ob es eine Über- oder Unterversorgung der Bevölkerung gibt und ob heftige Verdrängungswettbewerbe drohen. Danach hat Stollberg 1,78 Quadratmeter Verkaufsfläche pro Einwohner aufzuweisen - im Freistaat liegt der Durchschnittswert bei 1,62. Spitzenreiter im Erzgebirge ist Annaberg-Buchholz mit 3,12. Den niedrigsten Wert hat Thalheim mit 1,28.

 
erschienen am 02.01.2012 ( Von Jan Oechsner )
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