Drebach sucht Lösung für Grünschnitt

Gemeinde bemüht sich um eine unkomplizierte Abfuhr

Drebach. Die Gemeinde Drebach will ihre Einwohner bei der Suche nach Lösungen für die Entsorgung von Grünschnitt ab kommendem Jahr nicht allein lassen. Das wurde zur Einwohnerversammlung am Freitagabend im Bürgerhaus Drebach deutlich, zu der rund 50 Frauen und Männer den Weg gefunden hatten.

Bürgermeister Jens Haustein (Mandat CDU) berichtete, dass sich die Gemeinde intensiv mit der Bewältigung des Problems beschäftige und etwa auch an die Einwohner denke, die kein eigenes Grundstück besitzen und daher Grünabfall nicht kompostieren können. So gibt es die Überlegung, ein Abfallunternehmen zu beauftragen, das samstagvormittags durch die Gemeinde fährt und es Einwohnern ermöglicht, ihre Gartenreste loszuwerden.

Doch diesen Weg darf die Kommune nach Hinweis des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Südwestsachsen offenbar nicht weiterverfolgen. Die Aufgaben zur Müllentsorgung seien europaweit ausgeschrieben worden, hieß es laut Haustein von dort zur Begründung. In dieser Woche habe er einen Gesprächstermin mit Ramona Uhlig, Geschäftsstellenleiterin des Zweckverbandes. "Danach werden wir sehen, ob die Gemeinde selbst Verträge zur Entsorgung abschließen kann", kündigte Jens Haustein an. Der Zweckverband ist ab Januar für die Abfallentsorgung im Landkreis zuständig.

Die Verwaltung zieht zugleich eine andere wohnortnahe Entsorgungslösung in Betracht. "Vielleicht ist es möglich, die Mülldeponie im Ortsteil Grießbach für die Abgabe von Grünschnitt zu öffnen", berichtete Haustein von einer Idee der Hauptamtsleiterin Kathrin Sieber. Grießbach sei für die Einwohner allemal näher als die Entsorgungsstandorte in Zschopau und Marienberg, fügte Haustein hinzu und betonte: "Wir sind an Lösungen für das Problem Grünschnitt interessiert und suchen auch danach. Ich wage jedoch nicht zu sagen, was am Jahresbeginn los ist."

Die Gemeinde werde sich zudem Härtefällen annehmen. Einen Härtefall sieht Haustein beispielsweise darin, wenn ein Grundstücksbesitzer einen Obolus für die Entsorgung von Laub zahlen soll, das zwar in seinen Garten gefallen ist, aber von Straßenbäumen stammt, die außerhalb des Grundstückes stehen. "Wir sind uns solcher Probleme bewusst. Betroffene Einwohner sollten sich in der Verwaltung melden, möglicherweise kann die Gemeinde da unterstützend helfen."

Ähnliche Probleme gibt es in anderen Gemeinden: In der jüngsten Ratssitzung in Amtsberg berichtete eine ältere Einwohnerin von ihrem alljährlichen Kampf gegen das Laub auf ihrem Grundstück, das ebenfalls von Bäumen stammt, die außerhalb stehen. Mehr als 20 Säcke Grünabfall hat sie jeden Herbst zusammengetragen und zur Sammelstelle gebracht, die sich ganz in der Nähe ihres Hauses befindet.

 
erschienen am 06.11.2011 ( Von Sandra Häfner )
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