Dicht gedrängt stand das Volk beim Silvesterblasen auf der Augustusburg unter anderem mit dem Freiberger Blechbläserensemble (Foto).
Foto: Toni Söll
Besucherrekord beim Großen Halali
Die Monarchie feierte am Silvestertag im Hof der Augustusburg wieder fröhliche Auferstehung
Augustusburg. Halali für 2011. Gut 1600 Besucher, so viele wie noch nie, kamen zum Silvesterblasen auf die Augustusburg. Petrus meinte es diesmal aber im Gegensatz zu vergangenen Jahren auch gut mit allen Beteiligten - er bescherte einen freundlichen Wintertag, der auf dem Schellenberg sogar Schnee zu bieten hatte.
Nach Jeremiah Clarkes "Prince of Denmark's March" des Freiberger Blechbläserensembles unter Leitung von Christoph Willenberg und einem Signal von Patzigs kursächsisch-fürstlichen Jagdhornbläsern entspann sich in gewohnter Weise ein kurzweiliges Programm, in dem Kurfürst August alias Matthias Brade und Birgit Lehmann als seine Gemahlin Anna auf vergnügliche Art so manch Wissenswertes aus ihrem Eheleben, der sächsischen Geschichte, über Silvesterbräuche und Sitten vergangener Zeiten zum Besten gaben. Als Beweis dafür, dass unter den Besuchern, darunter viele Chemnitzer, zahlreiche Stammgäste dieses Spektakels waren, kann das ohne Aufforderung erschallende vielstimmige "Ahhh" bei jeder Äußerung des Fürsten über sein "Jagd- und Lustschlosses" gelten. Das Fürstenpaar sparte auch nicht mit Seitenhieben auf heutige Herrschende. Etwa mit dem Hinweis, dass zu ihrer Zeit "Nachahmung noch als höchste Form der Verehrung" galt oder beim Verteilen von Schweizer (Schokoladen)Franken unters Volk. Dazwischen boten die Bläser trotz klammer Finger immer wieder so manch schönes Stücklein und zum Schluss natürlich auch das Große Halali.


