Fahrbahnerneuerungen zwischen Flöha und Augustusburg.Foto: Tilo Steiner
Grünberger Ortschef kritisiert Informationspolitik bei Sperrungen
Einwohner von Verkehrsbehinderungen und Sperrungen überrascht
Grünberg. Die Grünberger Autofahrer sehen derzeit Rot. Genauer gesagt sehen sie eine rot-weiße Sperrscheibe, wenn sie ins benachbarte Augustusburg gelangen wollen. Seit Freitag vergangener Woche ist die direkte Verbindung zwischen der Stadt und ihrem Ortsteil voll gesperrt. "Unsere Einwohner wurden davon vollkommen überrascht. Ich konnte selbst ebenfalls keine Informationen weitergeben", kritisierte Grünbergs Ortschef Andreas Wolf die seiner Meinung nach mangelhafte Informationspolitik der verantwortlichen Behörden.
Michael Stritzke, Niederlassungsleiter im Landesamt für Straßenbau und Verkehr, erläuterte den Grund für die Vollsperrung: "Zwischen der Baustelle am neuen Knotenpunkt am Golfplatz in Flöha und Augustusburg (Abzweig S 236) wird die Fahrbahn auf einer Länge von 3,8 Kilometern erneuert. Ein weiterer Bauabschnitt ist in Augustusburg zwischen dem Abzweig Waldstraße und einer Supermarktfiliale in Richtung Börnichen (Baulänge ca. 400 Meter) geplant. Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 770.000 Euro".
Nachdem sich die Flöhaer Bürger schon seit einigen Tagen mit Schleichwegen, mehreren Umleitungsstrecken und Vollsperrungen auseinandersetzen müssen, sind nun auch die Bewohner des Augustusburger Ortsteiles gefordert. Um aus ihrem Ort herauszukommen, geht es derzeit nur in eine Richtung, nämlich über Hohenfichte. Etwa sieben Kilometer lang ist die Umleitungsstrecke über den Nachbarort und Schellenberg bis zum Stadtgebiet. "Für viele unserer älteren Bürger ist das eine erhebliche Belastung", machte Wolf deutlich.
"Wir freuen uns natürlich, dass die Fahrbahn nun endlich erneuert wird. Allerdings lässt auch die Planung der Arbeiten zu wünschen übrig", ließ Wolf seinem Unmut freien Lauf. Eine klügere Einteilung der Bauabschnitte und somit auch eine kürzere Dauer der Vollsperrung wäre seiner Meinung nach wesentlich bürgerfreundlicher gewesen.
Rechtzeitig zum Schuljahresbeginn am 1. September sollen die Arbeiten an diesem Abschnitt beendet und die Strecke wieder befahrbar sein. Wann und wie jedoch der innerstädtische Abschnitt auf der S 223 von der Tankstelle bis zum Abzweig Eppendorfer Straße (S 236) sowie der etwa 400 Meter lange Abschnitt auf der Marienberger Straße von der Waldstraße bis etwa zum Supermarkt gebaut und gesperrt werden müssen, habe auch die Stadtverwaltung noch nicht erfahren, sagte Augustusburgs Bürgermeisterin Evelyn Jugelt (CDU) am Montag. Über die aktuelle Vollsperrung sei sie selbst ebenfalls nur sehr kurzfristig informiert gewesen. "Da müssen wir jetzt eben durch", lautete ihr weiterer Kommentar. Laut Michael Strietzke werden diese "Restarbeiten" bis zum 28. September erledigt sein.

