Hundehalter müssen mehr bezahlen
Stadtrat beschließt Anpassung der Frankensteiner Steuersätze an Oederaner Niveau
Oederan. Die Frankensteiner müssen seit diesem Jahr mehr Steuern zahlen. Denn im Zuge des Zusammengehens mit der Stadt Oederan werden die Steuersätze im ehemaligen Gemeindegebiet an die der Stadt angepasst. "Damit alles gerecht zugeht, wollen wir im gesamten Stadtgebiet einheitliche Steuern erheben", begründet Hauptamtsleiterin Kathleen Recknagel die finanzielle Mehrbelastung der Bürger.
So müssen die Frankensteiner ab diesem Jahr höhere Grundsteuern zahlen. Der Hebesatz für landwirtschaftlich genutzte Flächen (Grundsteuer A) steigt von 270 auf 300 Prozent. Das entspricht einer Erhöhung um 11,1 Prozent. Bei bebauten Grundstücken (Grundsteuer B) erhöht sich die Steuer um 2,3 Prozent von 420 auf 430 Prozent.
"Durch die Anpassung der Hebesätze innerhalb des ehemaligen Gemeindegebietes auf das Oederaner Niveau steigen die Einnahmen aus der Grundsteuer A von bisher 18.300 Euro auf 20.300 Euro. Durch die Grundsteuer B werden nun rund 83.400 Euro eingenommen", informiert die Stadtverwaltung über die Auswirkungen der Steuererhöhung auf den städtischen Haushalt. Die Gewerbesteuer sei in beiden Kommunen bereits in der Vergangenheit identisch gewesen.
Auch Hundehalter müssen tiefer in die Tasche greifen. Für den ersten Hund müssen jetzt 30 Euro gezahlt werden. Für die Haltung eines zweiten Tieres werden 55 Euro fällig. Jeder weitere Hund kostet ebenfalls 55 Euro. "Die Haltung eines einzigen Hundes wird für die Frankensteiner damit zehn Euro teurer. Der zweite Hund kostet nun 25 Euro mehr als vorher", legt die Hauptamtsleiterin dar. Auch die Zwingersteuer für die gewerbliche Hundezucht steigt von 20 auf 30 Euro pro Tier.
Erheblich teurer wird die Haltung von als gefährlich eingestuften Hunden. Dazu zählen die Rassen Bullterrier, Pitbull Terrier sowie American Staffordshire Terrier. Mussten die Frankensteiner für die Haltung dieser Rassen bisher nur 45 Euro zahlen, werden von nun an 240 Euro fällig. Für jeden weiteren gefährlichen Hund müssen pro Tier 440 Euro statt ehemals 60 Euro gezahlt werden.
"Es ist allen Verantwortlichen klar, dass die Frankensteiner angesichts dieser Steuererhöhung nicht Hurra rufen. Bei der Bürgerversammlung im September wurde das auch noch einmal deutlich. Ich bin froh, dass die Bürger Verständnis haben, dass es innerhalb des Stadtgebietes gerecht zugehen muss und sie die Erhöhung daher akzeptieren", sagte Oederans Bürgermeister Steffen Schneider (Freie Wähler).


