Zum Tag der offenen Tür wurde in der Abteilung Endoskopie die Magenspiegelung an einem Dummy demonstriert.
Foto: Peter Hertel
Alle Behandlungen absolut schmerzlos
Tag der offenen Tür bildete Abschluss der Feiern zum 150. Geburtstag am Kreiskrankenhaus
Freiberg. Mit dem Ansturm hatten die Geschäftsleitung und die Mitarbeiter des Kreiskrankenhauses nicht gerechnet. Etwa 2000 Besucher fanden zum Tag der offenen Tür den Weg in das Klinikum und konnten sich in nahezu allen Abteilungen informieren.
Irmgard Vollrath war bislang noch nie im Krankenhaus und zeigte sich von der Ausstattung begeistert. "Ich habe mich einfach mal umgeschaut, für den Fall, dass ich mal als Patientin hierherkomme", erklärte die Freibergerin. Dagegen wurde Horst Mückel im Kreiskrankenhaus bereits ein Herzschrittmacher eingesetzt. "Seitdem geht es mir gesundheitlich wieder gut. Ich bin hier sehr kompetent behandelt worden", erklärte der ehemalige Mitarbeiter der Landwirtschaftsschule.
Für die Technik interessierte sich Dieter Dornburg. Er wollte sich vor allem die Einrichtungen für die Bergwerksluft anschauen. Am Tresen der Zentralen Patientenaufnahme hatte Eckehard Schab den Besucherstrom voll unter Kontrolle. Er begrüßte die Gäste, machte auf den Beginn der Rundgänge aufmerksam und fungierte auch als Wegweiser. Alle Behandlungen waren am Sonntag schmerzlos und nur zum Zuschauen, nur eine erforderte einen kleinen Pieks, und das war die Blutspende. "Über 40 Freiwillige haben uns ihr Blut zur Verfügung gestellt", freut sich die Leiterin der Abteilung Karin Lutter.
In der Klinik für Innere Medizin konnten die Besucher nach Anleitung von zwei Schwestern mit dem Endoskop aus dem Magen eines unempfindlichen Dummys Gummibärchen angeln. Großer Andrang herrschte auch in der Geburtenabteilung. Hier hatte die Klinik einen Kreissaal für die Besucher frei gegeben. Der wurde vor allem von zukünftigen Müttern und Vätern unter die Lupe genommen. An mehreren Stellen des Hauses gab es Bastel- und Malecken für die Kinder. Der Vitalshop überraschte die Besucher mit alkoholfreiem Aroniaglühwein. Auch der Raum mit Bergwerksluft wurde von vielen Besuchern genutzt.
Geschäftsführer Gunter John war nach der Festwoche leicht geschafft. Vom Ministerbesuch am Dienstag, über das Richtfest zum neuen Urologiebau am Donnerstag, der Feier mit allen Betriebsangehörigen am Freitag im "Tivoli" und dem Tag der offenen Tür sei das ein kleiner Marathon gewesen. Zur Betriebsfeier konnten durch den Verkauf von Losen einer Tombola 1300 Euro eingenommen werden, die demnächst an das zukünftige Hospital Ellen Gorlow in Oederan übergeben werden sollen. "Natürlich können alle Mitarbeiter stolz sein, auf das, was nach 150 Jahren aus dem einstigen Stadtkrankenhaus geworden ist", erklärte John.


