Zur Kundgebung der Solar-World-Belegschaft griff auch Bürgermeister Holger Reuter zum Mikrofon.
Foto: Eckardt Mildner
Bei Solar World bangen 1800 Mitarbeiter um ihre Jobs
Lautstark wurde am Donnerstag gegen Kürzungspläne der Bundesregierung bei Solarförderung protestiert
Freiberg. Die über 1800 Beschäftigten am Freiberger Standort der Solar World AG bangen um ihre Jobs. Durch die Pläne der Bundesregierung, nach denen die Solarstromförderung deutlich gekürzt werden soll, sehen sie ihre Branche noch tiefer in die Krise schlittern. Das machten sie am Donnerstagmittag bei einer Protestkundgebung auf dem Werksgelände im Gewerbegebiet Süd deutlich. Über 200Mitarbeiter waren in der Mittagspause gekommen, um ihrem Unmut mit Rasseln und Tröten lautstark Luft zu machen.
Ramona Fiedler und Erik Schneiderlöchner sind verheiratet und arbeiten beide bei Solarworld in Freiberg. Durch die Kürzungen der Einspeisevergütungen könnten beide plötzlich auf der Straße stehen. "Das wäre natürlich heftig. Wir müssten Freiberg verlassen, weil wir hier keine adäquate Arbeit finden", sagten sie. Zur Kundgebung hatten sie ein Transparent in Form einer Tube Sonnencreme mitgebracht - darauf das Konterfei von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rößler und der Text "Sun Blocker - Solarenergieverhinderungsfaktor 90".
Zu den Rednern gehörte Tobias Krischke. "Die Pläne der Regierung bedrohen die Existenz des Produktionsstandortes Deutschland", betonte der Mitarbeiter. "Wir wollen den Wettbewerb, aber mit fairen Mitteln." Hintergrund ist die immer größer werdende Konkurrenz aus China. Auch Mittelsachsens Landrat Volker Uhlig (CDU) war zu den Kundgebung gekommen. Er brachte die bei einer Produktionsverringerung drohenden Verluste an Steuereinnahmen auf einen Nenner: "Geht es Solarworld gut, geht es Freiberg gut. Und wenn es Freiberg gut geht, geht es dem Landkreis gut." Er wolle sich mit Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) in Verbindung setzen, um weitere Schritte gegen das Gesetz zu beraten. Sein FDP-Wirtschaftsminister Sven Morlok stellte allerdings am Donnerstag bereits klar: Er hält den Abbau der Förderung für unvermeidlich. Es gebe zu viele neue Fotovoltaikanlagen; das treibe den Strompreis in die Höhe.
Noch ist die Kürzung der Förderung zum 1. April dieses Jahres nicht durch den Bundestag beschlossen. Mittelsachsens Abgeordnete Veronika Bellmann (CDU) kündigte an, gegen den Entwurf zu stimmen - obwohl dieser aus der eigenen Partei kommt. Solar-World-Sprecherin Claudia Hanisch sagte: "Wir haben noch Hoffnung, dass es nicht zu dieser drastischen Streichung kommt." Was die Kürzungen in der Praxis bedeuten könnten, erläuterte Verwaltungsmitarbeiterin Andrea Merkel: "Wer sich dann noch eine Solaranlage auf sein Dach bauen lassen will, wird sich überlegen, ob er lieber die billige aus China nimmt", sagte sie. "Das kann innerhalb von wenigen Wochen oder sogar Tagen das Aus für unser Unternehmen bedeuten." Und damit würden auf einen Schlag über 1800 Menschen auf der Straße stehen.


17:48 Uhr
wafer6: fritzbrause
danke
bin ehrlich und habe mich sehr über die raucher geärgert,
vorallem über die " NEUEN " das sind die, Job bekommen und dann wird geraucht was das zeug hält.
08:52 Uhr
fritzbrause: @wafer
dann genieße deine pension (meine das ehrlich) und sei froh das du den jobabbau nicht mitmachen musst.
nur wenn du ein klein wenig ehrlich wärst gibst du zu das meine worte ins schwarze treffen. bei deinem job im reinraum ist mir schon klar das man da nicht rennen kann. aber es gibt genug mitarbeiter die mehr als eine ruhige kugel schieben und den tag mit rauchen rumbringen.
08:55 Uhr
wafer6: Wafer6:fritzbrause:
ich brauche mich nicht auf den Weg gen alte Bundesländer machen,bin Pensionär. lach
habe meine Jahre in der Halbleitertechnik ( stolze 43 ) abgeleistet, ohne schnell zu laufen, da man dies im Reinraum nicht sollte.Ach und um es nicht zu vergessen, auch ohne zu qualmen.
Man sollte nich immer auf das Gerede von aussen hören, ein Tipp für DICH
14:27 Uhr
fritzbrause: @kairos
danke für deinen kommentar dem nix hinzuzufügen ist. du sprichst mir aus der seele!
@wafer
nachdem man ja nun weis das solar fast ne viertel milliarde verlust gemacht hat 2011 glaube ich steht dir der weg bald frei in die alten bundesländer zu gehen und da die 400-600 euro mehr zu verdienen die dir hier noch fehlen :-). wünsch dir da schon mal viel erfolg
und wenn die mitarbeiter mal einen schritt schneller laufen würden könnte man auch die hälfte der belegschaft einsparen. den kann man ja beim laufen die schuhe besohlen oder die sind alle qualmen in den extra dafür gebauten bushäuschen :-) und da haben sich viele leute bei der bewerbung noch verbogen und angegeben das sie nichtraucher sind..... ei ei ei....da fällt mir nix ein.
das es alternativen geben muss zum herkömmlichen strom keine frage aber nicht auf kosten des steuerzahlers und die solarfirmen leben wie die made im speck und wenn mal etwas
02:52 Uhr
ddrbub: unterstuetzung hin oder her.
es waere der schwerste schlag nach konkurs choren,kron in grosschirma und solarworld fuer freieberg!
hunderte andere jobs wie in der gastronomie,autohandel, wohnungsvermietung u.s.w.
die nicht vorhandene anbingung der infrastuktur ortsumgehung und sind wir mal ehrlich...es wird keine weitere industrieansielung in diesem ausmass geben... wenn noch wacker geht, dann wird freiberg leider bald nicht mehr in der ersten liga mitmachen koennen und schade...nur noch von den rentner kaufkraft leben geht leider auch nciht....
ich hoffe auf besserung fuer ganz mittelsachsen!!