Jürgen Lehmann bereitete zur Flugmodellschau in Langenau am Sonnabend seine Wilga 35 im Maßstab 1:3 auf den Start vor. Rund 2000 Stunden brauchte er zum Bau des Schleppfliegers, dessen Motor 170 Kubikzentimeter Hubraum hat und 19 PS stark ist.
Foto: Eckardt Mildner
Flugmodelle locken Gästeschar
Zum Modellflugwochenende in Langenau gab es am Sonnabend eine Rekord-Resonanz
Langenau. Modelle von Kunstflugmaschinen, Helikoptern, Jets, Seglern und Oldtimern haben am Wochenende viele Zuschauer in Langenau begeistert. Zum 10. Mal hatte der Flugmodellsportverein "Otto Lilienthal" Langenau zum Modellflugwochenende eingeladen. Am Sonnabend konnte er einen Rekord verbuchen. "Etwa 50 Piloten, darunter auch Gastpiloten aus Amberg, Hof, Großenhain oder Freiberg, waren mit rund 70 Modellen zu sehen und auch sehr viele Zuschauer waren gekommen", war Vereinsvorsitzender Uwe Götzelt begeistert. Wegen der großen Resonanz wurde sogar eine Stunde länger geflogen als geplant, und die Gäste konnten beim Nachtfliegen auch beleuchtete Modellflieger beobachten.
"So einen Flieger möchte ich auch mal haben", wünschte sich ein Junge, der mit seinen Eltern zur Flugschau gekommen war, als die Wilga 35 von Jürgen Lehmann ihre Runden drehte und als Höhepunkt sogar einen Fallschirmspringer absetzte. "Dieses Modell hat 3,75 Meter Spannweite, wiegt 24 Kilogramm, und das Original fliegt übrigens in Langhennersdorf", berichtete der Pilot vom FMSV Langenau, der wie alle anderen Teilnehmer seine Modelle selbst zusammengebaut hat. Bereits seit etwa 20 Jahren interessiere er sich für Flugmodellsport und habe auch einen Segler mit einer Spannweite von 7,50 Metern.
Am Sonntag mussten die Piloten nach einigen Starts am Vormittag ihre Flugmodelle wegen des plötzlich einsetzenden starken Regens schnell in Sicherheit bringen und abdecken. Die Kinder konnten am Wochenende ihre Kreativität beim Zeichnen zum Thema Flugzeuge unter Beweis stellen. Gäste und Piloten fanden bei der Flugschau auch Zeit zum Fachsimpeln. "Einige Besucher kommen sehr interessiert, schon mit ganz konkreten Fragen auf uns zu und wollen alles über die Modelle erfahren, aber auch der Erfahrungsaustausch unter den Piloten ist wichtig", weiß Olaf Moisel vom FMSV Langenau, der nicht nur zu seinen Modellen sondern auch zur Geschichte der Originale jede Menge Wissenswertes parat hatte.

