Fahren die Lang-Lkw bald auf der B 101 auch bis Freiberg? Ein Mitarbeiter der Prüfgesellschaft Dekra setzt hier einen Markierungskegel für einen Fahrversuch.
Foto: Jens-Ulrich Koch/dapd/Archiv
Freiberg: Angst vor Lkw-Giganten auf der B 101
Bürgermeister von Großschirma und Freiberg sehen Freigabe für Mega-Laster skeptisch
Freiberg. Rollen Riesenlastwagen schon bald auf der Bundesstraße 101 von Siebenlehn über Großschirma nach Freiberg bis zur Leipziger Straße 48, dem Standort der Molkerei? Großschirmas Bürgermeister Volkmar Schreiter (FDP) hofft, dass es nicht so kommt. Auch wenn Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok der gleichen Partei wie Schreiter angehört, verstehen kann der Chef der an der Autobahn gelegenen Kommune die Zustimmung des Ministers zur Freigabe dieser Strecke für einen Fünfjahrestest nicht.
Morlok erhofft sich vom "intelligenten Einsatz" solcher 25,25 Meter langen und maximal 44 Tonnen schweren Fahrzeuge Schonung für Umwelt und Straßen. Bei den Lastern handelt es sich aber nicht um sogenannte "Gigaliner", wie Ronald Krause, Referent in der Pressestelle des sächsischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums, betont. "Dieser fälschlicherweise genutzte Begriff bezeichnet 26,5Meter lange und 60 Tonnen schwere Fahrzeuge, die zum Versuch in Sachsen nicht zugelassen sind." Allerdings befürchtet Bürgermeister Schreiter auch wegen der unwesentlich kürzeren Lang-Lkw mehr Unfälle auf der viel befahrenen Autobahnzubringer-Strecke.


