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Freiberg will weiter wachsen und junge Leute anlocken

Oberbürgermeister erinnert zum Beginn des Festjahres an Wurzeln

Freiberg (dapd-lsc). Die Stadt Freiberg will weiter wachsen und verstärkt junge Menschen anlocken. Dabei spiele die Technische Universität Bergakademie eine zentrale Rolle, sagte Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm (parteilos) der Nachrichtenagentur dapd.

Die Kommune unterstütze beispielsweise den Ausbau des Schlossplatzquartiers zum Innenstadtcampus mit 3,9 Millionen Euro und stelle das Gebäude für das neue Helmholtz-Institut für Ressourcentechnologie zur Verfügung.

Schramm sagte, die Freiberger Silberfunde hätten einst Wohlstand und Reichtum für das ganze Land gebracht. Als Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturstandort sei Freiberg aber auch heute in Sachsen eine bedeutende Größe. "Wir haben in allen drei Punkten weit mehr zu bieten als von der Einwohnerzahl her vergleichbare Kommunen."

Insofern hätten die Freiberger gute Gründe zu feiern, auch wenn die Stadtgründung im 12. Jahrhundert nicht urkundlich belegt sei. Die Stadt mit rund 40.000 Einwohnern feiert in diesem Jahr das Jubiläum "850 Jahre Freiberg".

Schramm sagte, mit der Festlegung auf 2012 als Festjahr habe man sich auf jüngere Forschungen zur Siedlungsgeschichte im Freiberger Raum bezogen. Diese belegten auch, dass die Stadt ab etwa 1200 die größte in der Mark Meißen gewesen sei.

Wie das Stadtoberhaupt weiter sagte, gibt es heute in Freiberg etwa 20.000 Arbeitsplätze unter anderem in der Halbleiterindustrie, aber auch im Maschinenbau. Etwa ein Viertel der in Freiberg Beschäftigten kommen nach seinen Angaben von außerhalb. Es gebe einen guten Branchenmix, fügte er hinzu.

Schramm betonte, Freiberg behaupte sich selbstbewusst im Städtedreieck Dresden - Chemnitz - Leipzig. Dies sei möglich vor allem dank der eigenen Finanzkraft. "Wir zählen mit dem Pro-Kopf-Aufkommen an Gewerbesteuer zur Spitzengruppe der Kommunen in Deutschland." Mit 1.024 Euro je Einwohner habe Freiberg 2010 in Sachsen mit weitem Abstand den ersten Platz belegt. Damit gehöre die Stadt zwar zu den Gebern im sächsischen Finanzausgleich, könne sich aber immer noch Einiges leisten.

dapd

 
erschienen am 11.01.2012
© Copyright dapd Nachrichtenagentur GmbH
 
Kommentare
1
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  • 16.01.2012
    11:00 Uhr

    ricomfg: Sehr schön. Und was hat dieser Beitrag jetzt mit seiner Überschrift zu tun ? Nichts. Freiberg will weiter wachsen. Räumlich gesehen mag das ja stimmen, z.B. durch Zwangseingemeindungen. Gemessen an der Einwohnerzahl sieht es aber nicht danach aus. Seit der Wende stetig rückläufig, von einst knapp 48 Tsd. auf jetzt knapp 40 Tsd. Und das aus einem einzigen wie auch einfachen Grund. Weil man eben für junge Leute bzw. Familien garnichts macht. Es gibt keinen bezahlbaren Wohnraum, ganz zu schweigen von einem Angebot für junge Familien. Es gibt Immobilien und Grundstückspreise die sich die oberen 10 Tsd. leisten können aber keine jungen Leute oder junge Familien. Man streicht soziale Erungenschaften wie das elternbeitragslose letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung und gegen den Ärztemangel gerade bei den Kinderärzten machen unsere Stadtväter lieber die Augen zu. Aber die Herren haben wahrscheinlich auch keine Kinder mehr in dem Alter. Und was kümmert diese dann ihr Geschwätz von gestern. Und deshalb wird auch weiterhin ein Großteil der Arbeitnehmer von außerhalb kommen. Und die, die hier studieren verschwinden ganz schnell wieder wenn sie ihr Studium beendet haben, da die wirklichen Berufschancen wo anders liegen. Aber vielleicht sollten sich die Herren mal Gedanken darüber machen wie man mit einer deutlich besseren Arbeitsmarkt-, Sozial- und Bildungspolitik wirkliche Grundlagen und Anreize für junge Leute und Familien schaffen kann statt ständig über Feierlichkeiten zu sprechen. Und da sollte man vorallem die Augen aufmachen wenn man durch die Straßen dieser Stadt geht und die vielen kleinen leeren Ladengeschäfte in den Seitenstraßen der Innenstadt und des Bahnhofviertels sehen und sich nach dem "Warum" fragen. Denn Freiberg kann nicht nur durch Bergakademie, Solarworld, Siltronic und ein paar anderen Großunternehmen am Rande der Stadt existieren. Es ist gut das sie da sind, das will keiner bestreiten, aber wieviel Arbeitsplätze mehr könnten vorhanden sein wenn auch mal an die kleinen Unternehmen gedacht werden würde ? Und welches Bild macht es für die Gäste dieser Stadt wenn die Anreise beschwerlich (Thema Umgehungsstraße) ist und die Straßen der Innenstadt langsam verwaisen ?

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