Lehrpfad zwischen Talsperren im Erzgebirge geplant
Gemeinde Neuhausen hat Unterstützung bei der Umsetzung des deutsch-tschechisches Projektes signalisiert
Neuhausen/Rauschenbach. Mit Geld könne die Gemeinde Neuhausen das grenzüberschreitende Projekt eines Lehrpfades zwischen den beiden Talsperren Rauschenbach und Fláje zwar nicht unterstützen, aber mit "Zuarbeit von deutscher Seite", sagte Rathauschef Peter Haustein während der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am Donnerstagabend.
Das Vorhaben wird von tschechischer Seite gesteuert und umgesetzt und vor allem mit Mitteln aus dem sogenannten Ziel-3-Programm finanziert, das grenzüberschreitende Projekte zur Verbesserung der Infrastruktur fördert. Nach Darstellung von Haustein soll sich der Lehrpfad zwischen den Talsperren weitestgehend an der bestehenden Wegeführung des Wander- und Radwanderlehrpfades sowie an den Auto-, Motorrad- und Quadrouten orientieren.
Wie das Gemeindeoberhaupt erklärte, geht die Initiative für das Projekt von den Landestalsperrenverwaltungen Sachsen und Povodì Ohre aus. "Die beiden Talsperren liegen in einem eindrucksvollen Landschaftsschutzgebiet und bieten viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung", sagte Haustein. "Mit dem Lehrpfad können wir die Region noch attraktiver machen." So soll neben dem Lehrpfad an der Talsperre Fláje, die sich bei Ceský Jiretín befindet und die Flöha in ihrem Oberlauf staut, ein Informationszentrum entstehen. Als Gesamtkosten für das Projekt sind 8,1 Millionen Kronen (rund 32.000) veranschlagt. In einer bereits abgeschlossenen Durchführungsstudie wurden bereits mehrere Varianten aufgezeigt und analysiert.
Die Beteiligung der Gemeinde Neuhausen als Projektpartner ist laut Haustein notwendig, um die erforderlichen Gelder aus dem grenzüberschreitenden Förderprogramm beantragen zu können. Deshalb soll später zwischen den beteiligten Partnern ein entsprechender Kooperationsvertrag abgeschlossen werden. Haustein betonte jedoch mehrfach, dass "das finanzielle Risiko" bei den tschechischen Partnern liegt.
Die Gemeindeverwaltung hat längst Erfahrungen hinsichtlich der Projektarbeit mit Tschechien gesammelt. So sind für den Neubau der Grenzbrücke in Deutschgeorgenthal und Ausbau der Kreisstraße in Clausnitz sowie für den Straßenbau auf tschechischer Seite 3,3 Millionen Euro über das Ziel-3-Programm geflossen. (jwa)


