Nette Leute und gute Stimmung: Das ist der Wichtelmarkt im Frankenberger Stadtteil Gunnersdorf.
Foto: Falk Bernhardt
Vom Wichtel empfohlen: 1. Advent in Gunnersdorf
Weihnachtsmarkt im Kleinformat kommt an: In Gunnersdorf stimmten sich Besucher auf die Adventszeit ein
Frankenberg. Das ist Vorfreude auf Weihnachten: Schon am frühen Nachmittag kurvt die Wichtelbahn lautstark durch Frankenberg, Glockengebimmel macht auf das Gefährt aufmerksam. An Bord große und kleine Passagiere mit leuchtenden Augen: Besonders im Lichterschein bereitet die Rundfahrt den Gästen viel Freude.
Auf dem Parkplatz des Hopfenstübchens angekommen, taucht man in die kleine Weihnachtswelt ab, mit allem, was dazu gehört: Glühweinduft, Verkaufsbuden, Leckereien aller Art und vielen netten Leuten. Unmöglich, dass man keinen Bekannten trifft. Immer wieder liegen sich Leute in den Armen, schwatzen, lachen zusammen.
Das ist Vorfreude auf Weihnachten: Die erste Advents-Bratwurst muss eine Thüringer sein. Die fleißigen Organisatoren haben vorgesorgt, dazu Glühwein oder Kinderpunsch. Letzterer wurde sogar vom Wichtel empfohlen, wie auf dem kleinen Hinweisschild zu lesen ist. Ja, so ein Wichtel weiß eben, was schmeckt. Deshalb muss auch ein Stopp an der nächsten Bude sein: Hier gibt es frisch zubereitete Quarkspitzen.
Der Mengenrabatt wird von vielen Kunden genutzt, Zuckerkrümel am Mundwinkel verraten, dass man sich was gegönnt hat. Auch 20 Uhr Abends ist noch tüchtig was los, trotzallem geht es gemütlich zu. Auch hinter dem Bratwurststand? "Es läuft doch alles, die Leute fühlen sich wohl", sagt Jana Liebisch vom Organisatorenteam, während sie den nächsten Glühwein ausschenkt. Sie und ihre Kollegen sind sich einig: "Jetzt ist bei uns die Weihnachtsstimmung angekommen." Auch das Wetter passt: Die Füße frieren nicht ab, aber es ist gerade kalt genug, um Heißgetränke zu genießen. Das tun auch einige Fußballer von Barkas Frankenberg am Vorabend des nächsten Spiels. Mit Erfolg übrigens: Toni Ebert schießt das 2:0 und sichert den Frankenberger Sieg. Ob das ohne das Zielwasser vom Wichtelmarkt gelungen wäre?
Das ist Vorfreude Weihnachten: Beim Basteln und Anschauen der Tiere vergnügen sich die Kinder, manche toben ausgelassen. Zumindest so lange bis der Shuttlebus abfährt. Und das ist wirklich der beste Abschluss, den man sich beim Besuch des Wichtelmarktes vorstellen kann. Nach drei Bechern Glühwein schließt man im B 1000 von 1975 noch schnell eine neue Bekanntschaft. Ein Umweg über Merzdorf ermöglicht einen tollen Blick auf Frankenberg, dann hält der tuckernde Barkas vor der Haustür. Schön, diese Vorfreude auf Weihnachten.


