Auf der B 107 ist ein Polizeiauto in einen Traktor gefahren, der auf ein Feld einbiegen wollte. Passiert ist der Unfall beim Überholen.
Foto: Mario Hösel
Kurios: Polizeiauto rammt Mistwagen
Ein Leichtverletzter, 8500 Euro Sachschaden und zwei Stunden Vollsperrung
Ein Leichtverletzter, 8500 Euro Sachschaden und zwei Stunden Vollsperrung waren die Folgen eines Unfalls auf der Bundesstraße 107.
WiederauBeim Zusammenstoß zwischen einem Polizei-Streifenwagen und einem Trecker eines regionalen Landwirtschaftsbetriebes ist am Donnerstag ein Mann leicht verletzt worden. Wie ein Augenzeuge berichtete, hatte der Mann eine Wunde an der Hand.
Nach Angaben der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge befuhr ein Angestellter des Polizeireviers Rochlitz am Donnerstag gegen 10.15 Uhr mit einem VW Golf Variant die Bundesstraße 107 aus Richtung Chemnitz in Richtung Rochlitz. In Höhe der Kreuzung B 107/Abzweig Göppersdorf/Zschoppelshain wollte der 56-Jährige einen Traktor überholen. Da dieser bereits dabei war, nach links auf ein Feld abzubiegen, kam es zum Zusammenstoß. Der Trecker-Fahrer (21) blieb unverletzt. Im Anhänger des Traktors befand sich Mist zum Aufbringen auf das Feld.
Ersten Angaben der Polizei zufolge entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt rund 8500 Euro. Die Bundesstraße war für zirka zwei Stunden voll gesperrt. "Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Daher kann ich noch keine Angaben zur Unfallursache machen", sagte am Donnerstag Polizeisprecher Frank Fischer. Auch über Unfälle mit Beteiligung von Streifenwagen lägen im Moment keine Zahlen vor. Man könne aber davon ausgehen, dass diese weder seltener noch häufiger passieren als andere Unfälle. "Selbstverständlich fahren unsere Beamten sehr diszipliniert. Aber es sind auch ganz normale Menschen, denen genauso wie jedem anderen Fehler unterlaufen können", sagte Fischer.
Der Augenzeuge, der ungenannt bleiben möchte, hatte im Gespräch mit dem Fahrer des Streifenwagens die mögliche Ursache für den Unfall erfahren. Demzufolge habe der Fahrer ihm gesagt, dass er wegen der sehr tief stehenden Sonne das Blinken des Treckers nicht gesehen habe. "Die Sonne schien tatsächlich direkt in die Heckscheibe des Polizeiautos und auf die Blinker des Traktors. Es blendete heftig", sagte der Augenzeuge. "Die Strecke dort ist gerade und gut einsehbar. Es besteht kein Grund für ein riskantes Überholmanöver. Ich denke, der Fahrer hat das Blinken wirklich nicht gesehen."


