Penig verschiebt Kita-Investition in Oberhain
Kostenexplosion: Dachgeschoss im "Zwergenland" wird nun doch nicht ausgebaut
Penig. Die Peniger Stadtverwaltung hat ihren Ausbauplan für die Kindertagesstätte in Langenleuba-Oberhain wieder verworfen - zumindest vorerst. "Die Kosten verdoppeln sich gegenüber ersten Schätzungen auf rund 260.000 Euro", begründet Stadtsprecherin Manuela Tschök-Engelhardt die Planänderung. Das Dachgeschoss des "Zwergenlandes" sollte eigentlich komplett umgebaut werden. Ein neuer, breiterer Treppenaufgang sowie ein zweiter Rettungsweg wären nötig gewesen, um bis zu 24 neue Krippenplätze zu schaffen.
Jüngsten Planungsergebnissen zufolge hätte dafür aber das Dach über dem Treppenhaus angehoben werden müssen. "Dieses haben wir jedoch erst 2010 mit Fördergeldern saniert. Die Subventionen müssten wir bei einem erneuten Umbau zurückzahlen", sagt Tschök-Engelhardt. Die Kosten für 24 Plätze seien daher nicht vertretbar. Wann das Vorhaben umgesetzt wird, steht nun in den Sternen. Da es ab 2013 jedoch einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz gibt, muss die Stadt handeln. Dies tut sie mittels eines Kompromisses: Die Kita in Niedersteinbacher schließt erst am 31. August 2014 - dies war zunächst bereits für Ende 2012 angedacht. Außerdem investiert die Stadt in die Kita im Peniger Zentrum. Durch einen Anbau sollen bis nächstes Jahr 24 neue Krippenplätze im "Regenbogen" entstehen. Dieses Vorhaben stieß im Zusammenhang mit der Kita-Schließung in Niedersteinbach jüngst auf Kritik. Die Bürgerinitiative sah dadurch die Zukunftschancen ihrer Kita zusätzlich geschmälert. (scf)


