Zwischen der Rochlitzer Muldebrücke und dem Freibad entsteht derzeit ein Hochwasserschutzdamm.
Foto: Mario Hösel
Rochlitz mauert sich bis Jahresende ein
Hochwasserschutz in der Porphyrstadt kostet mehr als drei Millionen Euro
Rochlitz. Rochlitz macht die Schotten weiter dicht: Vier von sechs Bauabschnitten für den Hochwasserschutz im Stadtgebiet sind fertig. Die noch laufenden Arbeiten unter- und oberhalb der Porphyrbrücke sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. "Ziel ist es, bis Ende 2012 alle Maßnahmen zu beenden", sagte Jens Gelbrich von der Landestalsperrenverwaltung am Mittwoch auf Anfrage. Die Behörde ist Bauherr des Großprojektes, in das die Europäische Union, der Freistaat Sachsen und der Bund insgesamt rund 3,3 Millionen Euro pumpen. "Die Kosten liegen derzeit im geplanten Budget", betonte Gelbrich, der für die Hochwasserschutzmaßnahmen in Rochlitz zuständig ist.
Uferstraße: 290 Meter Mauern
In der Uferstraße arbeiten die Mitarbeiter der Niederwiesaer Firma Bau-Berger seit Ende vergangenen Jahres. Gleich vier neue Mauern mit einer Gesamtlänge von 290 Metern entstehen. Der Neubau einer massiven Sockelmauer mit aufgesetzter mobiler Schutzwand entlang des Radweges ist dabei mit 200 Metern der längste Abschnitt. Die Höhe beträgt maximal 1,80 Meter. Dafür werden momentan die Fundamente gegossen, erklärt Gelbrich. Die Mauer an der Fischergasse nimmt ebenfalls Formen an. Die etwa 50 Zentimeter hohe Wand entlang des Fußweges zur Turnhalle steht, der Fußweg ist gepflastert, der Tor- und Zaunbau abgeschlossen. Im Bereich der Kreuzung Uferstraße/Fischergasse läuft der Fundamentbau für die mit 2,90 Metern höchste Flutschutzmauer der Stadt.
Erde und Beton schützen Freibad
Unterhalb der Porphyrbrücke über die Zwickauer Mulde sollen fast 1,5 Kilometer lange Beton- und Erdwälle die Rochlitzer vor Hochwasser schützen. Zwischen der Brücke und dem Freibad baut die Chemnitzer Firma Gunter Hüttner momentan einen Deich und zwei massive Wände. Der 480 Meter lange Betonkoloss im Bereich Freibad/Sportplatz ist ebenso fertig, wie der 300-Meter-Deich entlang des Stern-Gewerbeparks und die Wand im Bereich der Kleingartenanlage "Zum Klinkborn". Zwischen Freibad und Sportplatz werden noch Zäune gebaut, sagt Jens Gelbrich.
Mühlplatz ist fast wasserdicht
Die Hochwasserschutzmaßnahmen am Mühlplatz erscheinen vergleichsweise unspektakulär. Insgesamt sind die Mauern etwa 130 Meter lang und bis zu 1,70 Meter hoch. Im Bereich des Grundstücks Am Mühlplatz 4 wurde eine alte Mauer saniert. Laut Gelbrich werden zur Zeit Platten aus Naturstein gefertigt, die als Abschluss und Blickfang auf der Mauer liegen sollen. Auf der Wasserseite der Schlossmühle müssen noch Hochwasserschutzfenster und -türen eingebaut werden. "Der Neubau einer massiven Sockelmauer mit aufgesetzter mobiler Schutzwand am Mühlplatz ist fast beendet. Das Bauwerk ist etwa 50 Meter lang und bis zu 1,15 Meter hoch", erklärt der Projektverantwortliche.


10:04 Uhr
NFG: Alles auf Kosten der Zassnitzer. Dank Arndt&Co wird die Zassnitzer Uferseite geopfert . So viel Dummheit muss man sich erst einmal durch den Kopf gehen lassen ... Herr Scharf ,das wäre doch eine bessere Recherche wert gewesen .