Samy Elghoul arbeitet bei Baumüller in Rossau als Prüfer für Schaltanlagen, hier an einem Schaltschrank für eine Druckmaschine.
Foto: Falk Bernhardt
Rossauer Unternehmen wird in der Welt bekannt
Niederlassung der Firma Baumüller hat Auftragsboom erlebt
Seit reichlich drei Jahren ist im Rossauer Gewerbegebiet eine Fertigungsstätte des Nürnberger Unternehmens Baumüller Anlagen Systemtechnik GmbH & Co. KG tätig. Das seit 1930 in Nürnberg ansässige Unternehmen, welches sich auf die Montage von Maschinen und Anlagen spezialisiert hat, begann in Rossau mit 23 Mitarbeitern und hat diese Zahl mittlerweile dort auf 42 ausbauen können. Niederlassungen betreiben die Nürnberger weltweit, so in Australien, Brasilien, China, Frankreich, Südafrika, Südkorea, Tschechien, Thailand, den USA und in Kolumbien.
"Es spricht für die gute Entwicklung unseres Unternehmens, dass wir die Mitarbeiterzahl ausbauen konnten. Alle sind hoch motiviert und leisten Qualität", sagte Prokurist und Leiter der Niederlassung in Rossau, Volker Scholz. So fertige das Unternehmen nach seiner Aussage für die Kunden komplette Antriebslösungen für alle Branchen des Maschinenbaus. "Baumüller ist Pionier in der Antriebstechnik, plant und liefert erfolgreiche Konzepte, die vom Bediensystem über die Maschinensteuerung mit Softwarelösung bis hin zum Antrieb reichen", erklärte Scholz. Auch die Antriebsmotoren für die neue Druckmaschine der "Freien Presse" stamme aus dem Unternehmen.
Das man in der Gemeinde Rossau 17.500 Quadratmeter Land für den Bau der Niederlassung erworben habe, habe sich als kluger Schachzug erwiesen. Besonders die unmittelbare Nähe zur Autobahn sei ein großer Vorteil. Wie Scholz informierte, habe es im Vorjahr einen Auftragsboom gegeben. Da habe man sogar mit Leiharbeitern arbeiten müssen. Für 2012 deute sich ein leichter Rückgang an, die Auftragslage bezeichnete der Niederlassungsleiter aber als gut.
Wichtig seien für die Niederlassung, so Scholz, enge Beziehungen zur Gemeinde. So hätte Altbürgermeister Horst Glöß großen Anteil daran gehabt, dass sich das Unternehmen im Gewerbegebiet ansiedeln konnte. Im Vorfeld hatten sich die Nürnberger rund 50 verschiedene Objekte angesehen, waren aber nur von Rossau so richtig begeistert. "Auch heute halten wir engen Kontakt zum Ort. Das ist für uns ganz wichtig. Die Ortswehr nutzt unser Gelände auch für spezielle Übungen", sagte Volker Scholz.


