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Solche Partys soll es nicht mehr geben im Rathaus-Lichthof. Eine Konsequenz der Auseinandersetzungen zum Plauener Frühling.

Foto: Ellen Liebner/Archiv

Polizei-Protokoll zum Stadtfest: So brutal ging es nachts zu

Laut Polizeichef war die Lage zeitweise kaum in den Griff zu bekommen, der OB sperrt als Konsequenz den Rathaushof für Diskos. Hier die Details, wie das erste Stadtfest des Jahres ausgeartet ist.

Von Manuela Müller
erschienen am 18.05.2017

Plauen. Beim "Plauener Frühling" vom 5. bis 7. Mai fielen nachts die Hemmungen. Mit alarmierenden Aussagen ist Revierleiter Werner Reuter am Dienstag vor den Stadtrat getreten. Hier das Polizei-Protokoll des Fest-Wochenendes im Zeitraffer:

Freitag, 22.30 Uhr: Die Beamten werden auf den Klostermarkt gerufen. Grund ist ein Streit unter Ausländern, es geht um Körperverletzung. Als die Polizei vor Ort ist, trifft sie weder Täter noch Opfer an. Sie nimmt die Zeugendaten auf.

Freitag, 23.50 Uhr: Im Lichthof des Rathauses läuft die Disko, als von dort eine Anzeige wegen sexueller Belästigung erstattet wird. Ein 21-jähriger Afghane soll eine 16-Jährige bedrängt haben. Die Polizei kennt das Mädchen, es handelt sich um eine Dauer-Ausreißerin.

Freitag, Mitternacht: Die Marktstraße liegt in unmittelbarer Nähe des Lichthofes. Von dort geht ein Notruf wegen Bedrohung ein. Ein betrunkener 18-Jähriger soll einem Unbekannten mit dem Schlagstock nachgestellt haben. Der 18-Jährige hatte 1,48 Promille intus.

Samstag, 1.30 Uhr: Wieder ein Einsatz an der Marktstraße. Die Polizei wird gerufen, weil dort ein Streit zwischen Jugendlichen zu eskalieren droht. Die Beamten greifen ein, um zu schlichten. Dabei tritt ein 15-Jähriger einen 38-jährigen Polizisten gegen das Bein und verletzt ihn dabei leicht.

Samstag, 21.30 Uhr: Diesmal kommt der Hilferuf aus der Nobelstraße. Jugendliche haben Bierflaschen gegen eine Haustür geworfen und sie dadurch beschädigt.

Samstag, 22.50 Uhr: Der Rettungsdienst fordert die Polizei als Unterstützung an. Es geht um einen stark alkoholisierten Jugendlichen, der medizinisch behandelt werden soll. Einsatzort: die Marktstraße.

Samstag, 23.30 Uhr: Tumulte auf dem Altmarkt. Ein 35-jähriger Libyer soll mit einem 28-jährigen Deutschen aneinander geraten sein. Der Deutsche hat Schnittwunden eines Messers an der Hand. Der Libyer gilt als Tatverdächtiger.

Samstag, Mitternacht: Ein Hilferuf aus der Marktstraße. Zwischen zwei Gruppen ausländischer Bürger kommt es zu Rangeleien, melden Augenzeugen. Als die Polizei vor Ort ist, trifft sie allerdings weder Tatverdächtige noch Geschädigte an.

Sonntag, 1.15 Uhr: Mehrere ausländische Bürger sollen sich Auseinandersetzungen liefern. Tatort diesmal ist die Herrenstraße. Wieder ist keiner mehr vor Ort, als die Beamten eintreffen. Denkbar wäre, dass sie zu spät anrücken. Seine Leute seien zeitweise nicht mehr in der Lage gewesen, schnell und angemessen zu reagieren, sagte Revierleiter Werner Reuter in der Stadtratssitzung am Dienstagabend.

Sonntag, 2 Uhr: Auf dem Altmarkt fuchtelt ein Mann mit einem Messer herum. Der Sicherheitsdienst kann ihn überwältigen. Es handelt sich um den 35-jährigen Libyer, der zweieinhalb Stunden zuvor einen Mann mit dem Messer verletzt haben soll.

Sonntag, 2.30 Uhr: Die vorletzte Schlägerei des Stadtfestes. Diesmal unter Syrern auf dem Klostermarkt. Ein 21-Jähriger wird dabei verletzt.

Sonntag, 2.40 Uhr: Wieder ein Notruf wegen Körperverletzung. Vor der Stadt-Galerie prügeln sich mehrere junge Männer. Ein 17 Jahre alter Pakistani trägt leichte Verletzungen davon. Der Täter ist bislang unbekannt.

Steffen Krebs von der Initiative Plauen organisiert die Stadtfeste seit mehr als 20 Jahren. Dass die Polizei dieses Mal deutlich mehr Arbeit hatte als in den Vorjahren, darüber sei bisher nicht mit ihm gesprochen worden. "Wir müssen uns dem stellen und für mehr Sicherheit sorgen", sagt Krebs. Heute soll es ein Gespräch dazu mit dem Ordnungsamtschef geben. Den Vorstoß des Oberbürgermeisters, zu den Stadtfesten im Rathaus-Lichthof keine Disko mehr zuzulassen, bedauert Krebs: "Es wäre schade, wenn unser Jugend-Event stirbt. Gerade der Jugend sollten wir mehr bieten."

 
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Kommentare
11
Kommentieren (für Digital- und Printabonnenten)
  • 20.05.2017
    23:45 Uhr

    A809626: Tja, @ ffc19..... über Stil lässt sich streiten. Dass aber über zwei Jahre angestaute Wut den Stil und das Nivea mancher Äußerung nicht unbedingt verbessern, ist auch klar.
    Fakt ist aber, ob FdG oder nicht (was heißt das überhaupt?), dass Voigtsberger Recht hat. Wer hier noch irgend etwas schönreden will, leidet unter chronischem Realitätsverlust oder einer gehörigen Portion Stockholm-Syndrom. Wer seine Augen heute immer noch nicht zum sehen benutzen will, der/die wird morgen mit ihnen weinen müssen.
    Ich empfehle mal zum Lesen (bitte googeln) einen Artikel über die eskalierte Fete mit "Flüchtlingen" in Tübingen ("Grüner Aktivismus nach sexuellen Übergriffen in links-bunten Tübinger Szenetreffs")

    Oder nehmen wir diesen Beitrag: https://www.facebook.com/Albrecht.Krenbauer/posts/221620395003733

    Ein österreichischer Bürgermeister lässt jetzt nach der Vergewaltigung einer 15-jährigen keine "Flüchtlinge" mehr in seinen Ort. Polen und Tschechien nicht in ihr Land und riskieren dafür lieber EU-Strafen.... Wenn sie schlau sind, kann man da nur sagen.

    0 6
     
  • 20.05.2017
    21:08 Uhr

    ffc19: @voigtsberger: Nach der von Dir inflationär verwendeten Abkürzung "FdG" hab ich aufgehört, den Beitrag weiter zu lesen und "rot" geklickt...

    5 2
     
  • 20.05.2017
    20:38 Uhr

    485997: Die Asylanten eskalieren und den Plauener Jugendlichen wird das Stadtfest gestrichen. Wahnsinn, was hier los ist.

    0 4
     
  • 19.05.2017
    01:26 Uhr

    voigtsberger: Bestimmt wieder nur Einzelfälle des traumatisierten Klientels der Politiker und den FdG, denn wer soll da integriert werden und welche Kultur soll da unsere Kultur mir all ihren Normen und Werten bereichern, wenn es nur noch Meldungen von Gewalt, Diebstahl und sexuelle Übergriffe gibt, als hätten wir seit der Wende da nicht schon genug Probleme im Land gehabt, nur nicht in diesen Ausmaß! Was sollen da Verbote und das Abschaffen von Veranstaltungen, damit werden doch nur unsere Bürger gestraft.
    Wenn ich Gäste und dann noch eingeladene in meiner Wohnung habe und diese sich nicht nach meinen Regeln benehmen, dann zeigen ich denen aber schnell wo die Tür ist und das gilt auch für unser Land und wer da meint dies sei inhuman, den frage ich was zeigen diese Gäste für ein humanes Verhalten in unseren Land und wer dies immer noch bagatellisiert, der soll doch gleich mit unser Land verlassen, denn ohne Grenzsicherung für die nächsten Jahre und Jahrzehnte, werden wir unser Land so wie wir es kennen und kannten verlieren, denn die "Festung Europa" war nur eine Mär, um uns in Sicherheit zu wiegen und die Gewinne des Kapitals und der Banken ungehindert fliesen zu lassen. Auch ein Warenverkehr war und ist mit Grenzkontrollen möglich und war über Jahrhunderte die Sicherheit für Nationen in der ganzen Welt. Warum diese Sicherheit auf immer und ewig aufgeben und warum nicht konsequent abschieben, wenn jetzt durch eine Studie belegt wurde 10-15 % der Flüchtlinge sind es gar nicht und wurden aber durch das BAMF anerkannt, na so was!
    Wo sind da die Leute wie "Blackadder" und Konsorten, wenn es um das Bedauern der Vorfälle geht, die ihre Gäste in unseren Land verzapfen, einfach nicht bereit über das "Stöckchen" zu springen, was ihnen hingehalten wird und wo sind da die Meldungen im MDR, ARD und ZDF, da wird lieber der Bericht über Extremismus im Osten publiziert und da natürlich vom Rechtsextremismus und nicht die Straftaten der Antifa in Leipzig und den anderen Städten des Ostens und die zunehmende Gewalt in unseren Land, wo auch die Verursacher bekannt sind, wo soll dies alles hinführen, denn eine "Lichtgestalt" der Veränderung ist nicht zu sehen!

    2 12
     
  • 18.05.2017
    15:14 Uhr

    A809626: @ tsattler: Nicht nur "Danke, Angie" sondern auch "Danke Systemmedien" Denn die waren im überhohen Maße genauso an der Politik beteiligt und dürfen sich die jetzigen Zustände (die noch schlimmer werden, -> @ Interessierte) als Schuldfrage durchaus stellen

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